Jahreshauptversammlung bei Arminia – Vorstellung des Sanierungskonzepts – Präsidium wiedergewählt – Weber wird Ehrenmitglied – Mitglieder stimmen für Stadionverkauf »Wir drücken den Reset-Knopf«

Bielefeld (WB). Bei der Jahreshauptversammlung stellt der DSC Arminia  sein Sanierungskonzept vor , zudem steht die Wahl des Präsidiums und die Wirtschaftsratsnachwahl an. Hier gibt es alles zur JHV im Überblick - mit Video.

Von Sebastian Bauer, Jens Brinkmeier, Michael Diekmann, Oliver Horst und Dirk Schuster
474 Mitglieder sind bei Arminias Jahreshauptversammlung.
474 Mitglieder sind bei Arminias Jahreshauptversammlung. Foto: Thomas F. Starke

Die wichtigsten Themen der JHV:
 Vorstellung des Sanierungskonzepts zur Entschuldung des DSC
• Abstimmung über Kapitalerhöhung in der KGaA, damit das »Bündnis Ostwestfalen« liquide Mittel in den Verein fließen lassen kann.
• Mitglieder  stimmen dem Stadion-Verkauf  zu
• Nachwahl zum Wirtschaftsrat: Mathias Gerner (Oetker) ist gewählt.
• Das Präsidium wurde wiedergewählt

17.02: JHV geht dem Ende entgegen

Die ersten Mitglieder verlassen die Schüco-Arena. Die JHV geht langsam dem Ende entgegen.

16.59: Mitglieder stimmen dem Stadionverkauf zu 

Auch der Antrag auf den Verkauf des Stadions, einer Bedingung im Sanierungskonzept, stimmen die Mitglieder zu (87 Prozent Zustimmung, 413 stimmberechtigte Mitglieder, 13 Gegenstimmen, 39 Enthaltungen).

16.50: Mitglieder stimmen für Kapitalerhöhung

Die Mitglieder stimmen für Antrag auf Kapitalerhöhung in der KGaA. Damit ist der Weg geebnet, dass die Unternehmen aus dem »Bündnis Ostwestfalen« unter Beibehaltung der 50+1-Regelung Kapital zuführen und den DSC damit nachhaltig aufstellen können (90,5 Prozent Zustimmung). 

16.27: Gerner wird in den Wirtschaftsrat gewählt

Die Mitglieder wählen Mathias Gerner in den Wirtschaftsrat (null Gegenstimmen, sieben Enthaltungen).

16.24: Wirtschaftsratskandidat Mathias Gerner stellt sich vor

»Ich bin heute zum ersten Mal hier. Es ist beeindruckend, mit wieviel Engagement Arminia sich hier präsentiert. Ich freue mich, jetzt Mitglied sein zu dürfen. Wir wollen finanzielle Rahmenbedingungen schaffen, damit der DSC seine Infrastruktur verbessern kann. Jetzt gilt es, die nächsten Schritte des Sanierungskonzepts umzusetzen und zu finalisieren. Deshalb würde ich mich freuen, wenn Sie mich in den Wirtschaftsrat des DSC Arminia wählen könnten«, sagte Gerner, der in Bielefeld geboren ist und in Jöllenbeck wohnt. Gerner ist verheiratet und hat zwei Kinder. Gerner arbeitet beim Oetker-Konzern.

16.14: Jörn Euscher-Klingenhagen wird in Ehrenrat gewählt

Für Günter Eing wird Jörn Euscher-Klingenhagen in den Ehrenrat des Klubs gewählt. Der Rest des Ehrenrats (Michael Fredebeul, Hans-Joachim Faber, Augustin Kwamo-Kamdem, Friedrich Straetmanns) wird für drei Jahre im Amt bestätigt - keine Gegenstimme, neun Enthaltungen.

16.06: Wiederwahl des Präsidiums

Von den noch anwesenden 432 stimmberechtigten Mitglieder stimmte niemand gegen die Wiederwahl bei 38 Enthaltungen. Hans-Jürgen Laufer (Präsident), Prof. Dr. Hermann J. Richter (Vizepräsident und Schatzmeister) und Bernard Kiezewski (Abteilungen) wurden damit für drei Jahre wiedergewählt. »Ich bedanke mich für das Vertrauen, das ist überwältigend. Ich werde alles raushauen, was ich rauhauen kann zum Wohle des Vereins«, sagte Laufer.

15.58: Entlastung der Gremien

Die Mitglieder stimmen der Entlastung des Präsidiums (inzwischen sind nur noch 432 stimmberechtigte Mitglieder anwesend: 18 Gegenstimmen und 31 Enthaltungen) und des Wirtschaftsrats (inzwischen sind nur noch 432 stimmberechtigte Mitglieder anwesend: 14 Gegenstimmen und 46 Enthaltungen) zu. 

15.50: Änderung des Stadionnamens?

Ein Mitglied hat den Wunsch, dass die Schüco-Arena zukünftig wieder Alm heißen solle. Darauf entgegnet Geschäftsführer Markus Rejek: »Ich bin auch Fußball-Romantiker, aber so ist das Geschäft nunmal. Unser Dank gilt der Firma Schüco. Mir ist es lieber, wenn das Stadion Schüco-Arena heißt als Aol-Arena und nächste Woche Chipstüten-Arena und dann Bierkasten-Arena.«

15.28: Mitglieder haben weitere Nachfragen

Ein Mitglied bezeichnet das Modell des Stadionverkaufs als »Friss oder stirb«. Darauf meint Präsident Laufer: »Es hat nicht alles mit dem Stadionverkauf zu tun. Ich hänge auch an dem Stadion. Eigentlich ist es das Bündnis Ostwestfalen, was uns die Möglichkeit gibt, Kapital in die Arminia-Gruppe aufzunehmen. Derjenige, der das Stadion erwirbt, dem werden die Rahmenbedingungen vorgegeben. Der muss sich darauf einlassen. Wir stehen mitten in den Verhandlungen. Der Wert, den das Stadion erzielen muss, ergibt sich aus den Berechnungen. Ich verspreche, dass wir das Stadion nicht verhökern.« Schatzmeister Richter ergänzt: »Der Käufer wird keine andere Möglichkeit haben, als das Stadion an Arminia Bielefeld zu vermieten.«

15.05: Aussprache unterbrochen

Die Aussprache musste kurz unterbrochen werden, weil das Speichermedium zur Aufzeichnung der JHV voll war. Zehn Minuten später geht es weiter.

14.56: Nachfragen zum Stadion

Mitglieder wollen wissen, ob es schon Interessenten für das Stadion gibt und was dann passiert. Präsident Laufer erklärt, dass es sich »um ein kaufmännisches Rechenmodell« handele. »Und das geht auf. Wenn ich nicht Präsident und so steinalt wäre, würde ich es selber kaufen.« Rejek fügt hinzu, das sich für die Mitglieder nichts ändere. Der Verein habe durch den Verkauf eine große Chance, zudem betont er noch einmal die Option Rückkaufsrecht. »Das Stadion gehört uns nur auf dem Papier.« Zwei Mitglieder plädieren eindringlich dafür, dem Verkauf zuzustimmen. Es gibt allerdings auch kritische Stimmen. Rejek verweist auf eine neue Situation und darauf, dass sich der Verein aus einem Dilemma, das mit dem Ausbau 2007 angefangen habe, befreien könne.

14.45: Rejek verteidigt Meinke

Ein Mitglied fragt nach Geschäftsführer Gerrit Meinke, dessen Vertrag aufgelöst wurde, und ob dieser mit Konsequenzen rechnen muss. »Schuld haben wir alle«, sagt Präsident Laufer. Markus Rejek sagt: »Gerrit Meinke hat mich hier mit offenen Armen empfangen und mir jede Hilfe zugesichert. Er hat alles getan, um das Ding hier nach vorne zu bringen.«

14.30: Die Mitglieder haben die Chance zu Nachfragen

Ein Mitglied fragt, ob die Finanzprobleme vorher nicht im Wirtschaftsrat aufgefallen seien. Hans-Hermann Soll, Vorsitzender des Wirtschaftsrates: »Es ist durch Erlöse wie zum Beispiel im DFB-Pokal oft gutgegangen. Aber die Polster wurden immer geringer. Wir wurden nicht von Heute auf Morgen kalt erwischt. Dass wir uns auf ganz dünnem Eis bewegen, war schon lange klar.«  Präsident Hans-Jürgen Laufer verweist darauf, dass das Damoklesschwert bekannt gewesen sei. »Es ist der dritte Versuch, uns von den Schulden zu befreien. Erst jetzt haben es alle geglaubt«, sagte er. »Wir hatten mehrfach die Situation, dass wir fast insolvent waren. Das wussten wir, hier arbeiten ja keine Deppen«, fügte Schatzmeister Richter hinzu. »Die Botschaft war, dass wir den Verein um jeden Preis retten. Die Voraussetzung war klar, dass alle Beteiligten unterschreiben müssen.« In nur wenigen Zeiten sei keine Krise gewesen seit 2011, ergänzte Laufer.

14.22: Rejek zu den Perspektiven

»Die Maxime lautet: Wir wollen unter den Top-25-Mannschaften in Deutschland sein. Dafür werden wir alles tun unter Abwägung der Risiken, dort zu landen«, sagt Markus Rejek.

»Stadion muss Ankerpunkt unserer Identität sein. Zuhause sein nicht nur für den Spielbetrieb, sondern den e. V. und das Museum«, erläutert Rejek. Durch einen Stadionverkauf würden zudem die Kosten für die Arena deutlich sinken. Rejek: »Es muss unser Anspruch sein, den Rückkauf des Stadions in 15 Jahren zu schaffen. Deshalb muss der Verkauf mit einer Rückkaufoption verbunden sein. Ich komme von einem Verein (1860 München, Anm. d. Red.), der nicht mehr alles in der eigenen Hand hat, der im Prinzip kein Zuhause hat. Ich bitte deshalb um die Zustimmung: Das ist Türöffner und Befreiung. Diese Chance müssen wir beim Schopfe packen.« 

14.14: Rejek erklärt die geplante Entschuldung

»Wir kriegen das alles nicht geschenkt, auch wenn viel verzichtet wird. Aber die Bedingung ist, dass das Stadion verkauft wird, das verlangt das Land NRW«, erklärt Geschäftsführer Markus Rejek. Das Land sichert einen Kredit für das Stadion mit einer 9,7-Millionen-Euro-Bürgschaft ab. 

Rejek: »Was ich hier in den letzten Wochen und Monaten erleben durfte, da kriege ich Gänsehaut. Die Unterstützung von Oetker und dann weiteren Unternehmen ist unglaublich.«

Das Ziel des Entschuldungskonzepts bis zum Sommer: am Ende sollen die Verbindlichkeiten auf 3,2 Millionen Euro sinken. Der aktuelle Gesamtschuldenstand bewegt sich bei 25,7 Millionen Euro (inklusive der Umwandlung von Stadionanteilen in Darlehen in Höhe von 3,6 Millionen Euro) 

14.05: Weitere Erläuterungen zum Sanierungskonzept

»Es ist ein Erbe für die Zukunft, dass uns die Unternehmen das Vertrauen gegeben haben. Was wir jetzt beweisen müssen«, erklärt Geschäftsführer Markus Rejek. Gemeint ist das »Bündnis Ostwestfalen«, das nicht nur einem Schuldenschnitt zugestimmt, sondern dem verein auch frisches Kapital zukommen lässt. »Ein großer Dank gilt noch einmal dem Haus Weber. Es ist unglaublich, was da in den letzten Jahren für Arminia geleistet worden ist. Das Bündnis tritt nun an die Stelle von Herrn Weber«, betont Rejek. Viel Applaus im Saal für Gerhard Weber, der aber nicht vor Ort ist.

13.55: Rejek zum Sanierungsprojekt »Hermann«

Erstmals benennt der Klub das Sanierungskonzept. Der Projektname lautet »Hermann«. Geschäftführer Rejek erläutert den Mitgliedern, warum das Sanierungskonzept nötig wurde ( hier zum Nachlesen  unsere Berichterstattung dazu). Zur Erinnerung: Ende Dezember stand der Fußball-Zweitligist am Rande der Zahlungsunfähigkeit.

13.53: Richter zur Verschuldung der Arminia-Gruppe

Zum 30. Juni 2017 konnten die Schulden im Laufe des Geschäftsjahres von 24,4 Millionen Euro auf 22,1 Millionen Euro gesenkt werden. 

13.44: Finanzbericht von Schatzmeister Richter (e. V.)

Der eingetragene Verein (e. V.) hat einen Jahresgewinn von 412.000 Euro erwirtschaftet - das ist fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Das negative Eigenkapital konnte dadurch auf 1,6 Millionen Euro verringert werden (zuvor rund zwei Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten des e. V. sind nach der Rückzahlung der Fananleihe auf rund 380.000 Euro von vormals 1,8 Millionen Euro deutlich gesunken.

13.40: Die Zahlen zur KGaA

Das Jahresergebnis lag bei 1,165 Millionen Euro Verlust. Im Vorjahr war noch ein kleines Plus von knapp 30.000 Euro erwirtschaftet worden. Das negative Eigenkapital ist auf 3,4 Millionen Euro gestiegen. Einnahmen aus dem Spielbetrieb haben sich leicht erhöht (von 4,7 auf 5,3 Millionen Euro). Im Handel (Merchandising) ist der Umsatz von 2,1 auf 1,5 Millionen Euro zurückgegangen. Beim Profi-Personal sind die Kosten vor allem wegen des zweifachen Trainerwechsels in der vergangenen Saison von 8,9 auf 9,9 Millionen Euro gestiegen.

13.36: Rejek erläutert die Zahlen zur ALM KG

»Der Jahresabschluss der Alm KG zeigt einen Verlust von einer Millionen Euro. Die Stadiongesellschaft hat beim Eigenkapital damit ein Minus von 4,4 Millionen Euro nach dem Geschäftsjahr 2016/17, das am 30. Juni 2017 endete. Schulden können aus dem operativen Geschäft nicht bedient werden, das negative Eigenkapital wird immer größer. Es ist wie ein Schneeballsystem. Die Last wird dadurch immer größer«, erläuterte Rejek.

Die Alm KG sei nicht in der Lage, außerhalb des Spielbetriebs eigene Einnahmen zu generieren. 

13.33: Finanzbericht von Geschäftsführer Markus Rejek

Rejek berichtet von der Saison 2016/17. Im Anschluss wird man auf die aktuelle Situation eingehen.

13.30 Uhr: Berichte der Abteilungen

Aktuell tragen die Abteilungen ihre Berichte vor. Es folgt der Finanzbericht.

12.18: Sport-Geschäftsführer Arabi lobt Entwicklung

Arminias Sport-Geschäftsführer Samir Arabi erklärt rückblickend auf die Saison 2016/17, die beinahe mit dem Abstieg geendet wäre: »Es war ein Wechselbad der Gefühle. Unter Jeff Saibene haben wir eine gute Entwicklung hingelegt und den Klassenerhalt geschafft. Es sind uns Fehler unterlaufen, die wir gemeinsam korrigieren konnten.« Bezüglich der Nachwuchskräfte äußerte Arabi, man ernte jetzt die Früchte der guten Arbeit der vergangenen Jahre. Der 38-Jährige dankte ausdrückliuch dem Bündnis Ostwestfalen für die Unterstützung. »Ich hoffe, dass die Sanierung uns neue Wege ermöglicht. Diese unglaubliche Unterstützung gibt uns Rückenwind.«

12.10: Präsident Laufer spricht

»Der Dezember war der schlimmste Monat, den ich hier erlebt habe. Es war fast das Ende des Vereins. Zum Glück ist die Rettung gelungen, mit der Unterstützung des Landes, der Banken der Firmen Schüco, Anstoetz, Oetker und Herrn Weber. Es war ein Kraftakt aller Beteiligten«, sagte Laufer und bedankte sich bei allen Unterstützern im »Bündnis Ostwestfalen«. Aus dem Bündnis habe es geheißen: »Wir glauben, dass wir es nicht zulassen sollten, Kapital von außerhalb von OWL in unseren geliebten Verein einzubuchen.«
»Ich würde mich freuen, wenn sich die Mitglieder mit einer kleinen Spende oder Schenkung an der Rettung beteiligen. Ich selber gehe voran. Auf geht's Arminia 2.0«, sagte Präsident Hans-Jürgen Laufer. 474 stimmberechtigte Mitglieder sind im Business Club der Schüco-Arena dabei.

12.02: Die Mannschaft ist da

Unter dem Beifall der Mitglieder betritt die Mannschaft samt Trainerteam direkt nach der morgendlichen Übungseinheit den Versammlungsraum.

11.55: Gerhard Weber wird Ehrenmitglied

Seit Jahren unterstützt Modeunternehmer Gerhard Weber (Gerry Weber AG) den DSC finanziell und hat dem Klub damit immer wieder aus Krisensituationen geholfen. Bei der JHV verleiht der Klub dem 77-jährigen Haller die Ehrenmitgliedschaft. »Herr Weber ist seit dem 1. Juli 2007 Mitglied. Er hat uns immer unterstützt. Wenn es drauf ankam, war er da, um uns zu helfen. Er hat entscheidend zum ,Bündnis Ostwestfalen’ beigetragen«, sagte der Ehrenratsvorsitzende Michael Fredebeul. Weber selbst war nicht vor Ort, um die Auszeichnung anzunehmen. Für besondere Verdienste wurden zudem ausgezeichnet: Teamarzt Dr. Günther Neundorf erhält die goldene Verdienstnadel. Viel Applaus bekam Uli Zwetz. Der Radioreporter wurde mit der silbernen Verdienstnadel ausgezeichnet.

11.35: Langjährige Mitglieder werden geehrt

Bereits 70 Jahre ist Manfred Theismann im Verein. Manfred Hempel gehört dem DSC seit 65 Jahren an. Albrecht Lämmchen seit 60 Jahren. Auch DSC-Legende und Bayern-Mitglied Uli Braun wurde für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

11.21: Hartalm wird zum Hannes-Scholz-Platz

Präsident Hans-Jürgen Laufer gibt bekannt, dass der im September verstorbenen Vereinslegende Hannes Scholz eine besondere Ehre zu Teil wird. Die Hartalm wird in Hannes-Scholz-Platz umbenannt. Die Stadt habe bereits zugestimmt.

11.17: Neuer Tagesordnungspunkt zum Stadionverkauf

Eine Gruppe von Mitgliedern hat einen Antrag gestellt, um über den geplanten Verkauf des Stadions abzustimmen. Die Mitglieder haben diesem Antrag mit großer Mehrheit zugestimmt.

11.00 Uhr: Ende des »Crash-Managements«

 Zum Jahresende stand der DSC wegen einer Liquiditätslücke in Höhe von 4,6 Millionen Euro kurz vor der Insolvenz. Diese Entwicklung zeichnete sich seit Jahren ab. »Es war immer das Ziel des Präsidiums, den Verein am Leben zu halten. Wir mussten hier sechs Jahre lang Chrash-Management betreiben. Durch das Sanierungskonzept wären wir in der Lage, endlich auch gestalterisch zu arbeiten«, sagte Schatzmeister Prof. Dr. Hermann J. Richter. »Wir drücken jetzt den Reset-Knopf und fangen wieder bei Null an«, betonte Präsident Hans-Jürgen Laufer. Und Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek ergänzte: »Das ist eine historische Befreiung.«

Hans-Jürgen Laufer, Mathias Gerne (Oetker) und Markus Rejek im Gespräch. Foto: Starke

Kommentare

Innerhalb von 6 Jahren haben wir es nicht geschafft, Stadionanteile zu verkaufen. Gut 5 Monate bleiben nun,
um ein ganzes Stadion zu verkaufen, dazu mit diversen Auflagen und Risiken. Jeder normal denkende Mensch sollte denken, dass solch ein Vorhaben unmöglich umzusetzen ist, zumal jemandem, der mit dem Rücken zur Wand steht, keine Forderungen an den Käufer zustehen. Wenn Laufer den Termin Ende Juni als Deadline nennt, ist seine Gelassenheit förmlich zu greifen. Daher gehe ich davon aus, dass wir das hinbekommen werden. Was der BVB geschafft hat, können wir schon lange, erst recht in OWL-Lightversion 2.0.

Ich bin froh, wenn die Saison vorbei ist und wir noch leben, und das in der 2. Liga.

Warum kauft Krombacher nicht das Stadion?

Krombacher könnte doch das Stadion kaufen. 6 Mio Kaufsumme auf 5 Jahre erhöhten Bierkonsum der Bielefelder Fans umgelegt. Ich denke, Block1 würde das schaffen. Falls nicht, springe ich ihm und der Arminia gerne mit gesteigertem Krom-Verbrauch zur Seite. Und ich bin sicher, dass der eine oder andere engagierte Armine ebenfalls miziehen würde.

Denkwürdiger Tag...

Ein großer Tag für Arminia. Als Mitglied erfüllt einen so viel Unterstützung mit Stolz.Ich bin gespannt, wie Arminia jetzt durchstarten wird.Diese Art der Berichterstattung findet ja auch Anklang bei FK9.Das andere Blatt,die rote KF gehört eingestampft...Hannes Scholz Platz statt Hartalm hat sogar Tiefgang.Ein Krombacher auf Arminia. Skol

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