Zweitligist bestätigt Konzept zur Schuldenbereinigung – Lizenzunterlagen eingereicht Arminia am rettenden Ufer

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat sich erstmals öffentlich zum Sanierungskonzept zur Schuldenbereinigung geäußert. Zudem teilte der Verein mit, welche Unternehmen zum »Bündnis Ostwestfalen« gehören und bestätigte damit die Berichterstattung des WESTFALEN-BLATTES.

Von Jens Brinkmeier und Sebastian Bauer
Arminias Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek, Präsident Hans-Jürgen Laufer und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (von links).
Arminias Finanz-Geschäftsführer Markus Rejek, Präsident Hans-Jürgen Laufer und Sport-Geschäftsführer Samir Arabi (von links). Foto: Thomas F. Starke

»Im November des letzten Jahres wurde nach Abstimmung aller Gremien von der Geschäftsführung ein Sanierungsprojekt gestartet. Wesentliche Eckpfeiler des Sanierungskonzeptes sind eine Schuldenbereinigung sowie der Zufluss liquider Mittel, um Arminia nachhaltig aufzustellen«, heißt es in einer Mitteilung des Vereins. Das Konzept stehe noch unter Vorbehalt der Zustimmung der entscheidenden Gremien des Landes NRW, der Stadt Bielefeld sowie teilweise auch privater Gläubiger. Wie diese Zeitung berichtete, hofft der Verein die Verschuldung von derzeit etwa 22 Millionen Euro auf unter zehn Millionen Euro senken zu können .

Zwölf Partner im »Bündnis Ostwestfalen«

Unter dem Arbeitstitel »Bündnis Ostwestfalen« sei es dank der Hilfe der Unternehmen Dr. August Oetker KG, der Böllhoff Gruppe, Jab Josef Anstoetz KG, Gauselmann AG, Lagardère Sports GmbH, Möller Group, Schüco, Goldbeck GmbH, Krombacher Brauerei, DMG MORI AG sowie der Stockmeier Holding GmbH darüber hinaus gelungen, die Arminia-Gruppe mit neuen finanziellen Mitteln weiter zu stärken. »Auch das Unternehmen Gerry Weber sowie insbesondere Herr Gerhard Weber, der über viele Jahre Arminia Bielefeld immer wieder tatkräftig unterstützt hat, nimmt in dieser Konstellation eine besondere Rolle ein«, erklärte der Verein.

»Mit der Kraft der bisherigen Bündnispartner soll es gelingen, weitere Unternehmen aus Ostwestfalen-Lippe für den neu eingeschlagenen Weg zu begeistern«, hofft der DSC auf zusätzliche Unterstützung aus der Region.

Nachlizenzierung: Unterlagen eingereicht

Zudem teilte der Klub mit, die Unterlagen zur Nachlizenzierung fristgerecht bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) eingereicht zu haben. Die Liquiditätslücke in Höhe von etwa 2,5 Millionen Euro konnte demnach geschlossen werden. »Die für diese Spielzeit entstandene Liquiditätslücke sowie die gesamtwirtschaftliche Situation der Arminia-Gruppe haben eine grundsätzliche Neustrukturierung erfordert«, hieß es vom Verein.

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