Arminia ist optimistisch, sich aus prekärer Finanzlage befreien zu können Lösungen in Sicht

Bielefeld(WB). Turbulenzen gehören bei Arminia Bielefeld zum Geschäft . Seit Jahren ist der DSC wirtschaftlich angeschlagen – auch jetzt wieder. Es gibt aber berechtigte Hoffnung für den mit gut 22 Millionen Euro verschuldeten Zweitligisten, nicht nur die akuten Lizenzprobleme kurzfristig zu lösen, sondern auch eine auf lange Sicht angelegte Per­spektive zu schaffen.

Von Sebastian Bauer
Der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek, Präsident Hans-Jürgen Laufer und Sportgeschäftsführer Samir Arabi (von links).
Der kaufmännische Geschäftsführer Markus Rejek, Präsident Hans-Jürgen Laufer und Sportgeschäftsführer Samir Arabi (von links). Foto: Thomas F. Starke

So zeichnet sich ab, dass der Verein seine Probleme in den Griff bekommen könnte . Zum Beispiel beim Thema Lizenz: Bis zum 15. Januar muss der Klub im Nachlizenzierungsverfahren nachbessern, um einer Strafe wie einem Punktabzug zu entgehen – und ist mit diesen Bemühungen auf der Zielgerade. »Wir stehen in Kontakt mit Vertretern der DFL und sind davon überzeugt, dass wir das Nachlizenzierungsverfahren erfolgreich abschließen«, erklärt Arminias kaufmännischer Geschäftsführer Markus Rejek und ergänzt: »Stets bedurfte es enormer Energie, die Lizenzierungsverfahren der DFL positiv abzuschließen. Dabei lief Arminia Gefahr, seine Zukunft zu verkaufen. Wir wollen erreichen, dass uns die Zukunft auch Gewinne bringt.«

Interne Versäumnisse aufarbeiten

Vermutlich wäre die jetzt so bedrohliche Situation sogar größtenteils vermeidbar gewesen. Zu optimistische Kalkulationen für das Lizenzierungsverfahren im Sponsorenbereich und im Merchandising haben den Verein unter Handlungsdruck gesetzt. Nun ist der DSC gezwungen, seine Versäumnisse intern aufzuarbeiten und die Gremien zu hinterfragen, weil offenkundig nachlässig gearbeitet und nicht ausreichend kontrolliert wurde.

In der Gesamtbetrachtung wurde deshalb Markus Rejek, der seinen Dienst beim DSC erst am 1. Oktober angetreten hat, vom Umfang der Finanzlage überrascht, wie der 49-Jährige gesteht: »Hätte ich von dem Ausmaß gewusst, wäre ich wohl mit meinem Koffer in München geblieben.«

Langfristig hoffen die Arminen auf die positive Wirkung eines von Rejek angestoßenen Sanierungskonzepts . Dass dies, wie berichtet, auf dem Zusammenwirken von ostwestfälischen Unternehmern und Banken basiert, die dem Klub mit frischen Finanzen und Schuldenerlass unter die Arme greifen wollen, will beim DSC niemand bestätigen. »Es wurde ein Prozess eingeleitet, um gemeinsam mit unseren Partnern ein Modell zu entwickeln, das Arminia zukunftsfähig aufstellen soll. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Wir befinden uns weiterhin in Gesprächen und Verhandlungen, die wir öffentlich nicht kommentieren möchten«, sagte Rejek.

Lizenzierungsgetriebene Planung

Nach Informationen des WESTFALEN-BLATTS sind die Gespräche auf einem guten Weg. Kommen sie zum Abschluss, könnte sich der DSC aus der Spirale der lizenzierungsgetriebenen Planung befreien. Statt von Lizenzierung zu Lizenzierung erneut Gläubiger und Geldgeber um Hilfe bitten zu müssen, um Lücken zu schließen, ergäbe sich durch ein erfolgreiches Sanierungskonzept nach vielen Jahren wieder die Option, langfristig und eigenständiger zu handeln.

Vor dem Jahreswechsel waren die aktuellen Missstände wie eine Unterdeckung im laufenden Etat offengelegt worden (das WESTFALEN-BLATT berichtete). Zudem machte das WESTFALEN-BLATT die Entlassung von Gerrit Meinke öffentlich : Vor Weihnachten wurde der Geschäftsführer der Stadiongesellschaft (Alm KG) vom Klub gefeuert. »Der Beschluss des Beirates, Gerrit Meinke abzuberufen, ist Bestandteil einer Neustrukturierung der Stadiongesellschaft, die nicht die erhofften Ergebnisse erzielen konnte. Wir sahen uns gezwungen, die Kostenstruktur zu verändern und die Alm KG effizienter aufzustellen«, sagte DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer am Donnerstag.

Kommentare

Herzblut ist Blau

@@Blocky, B67, stoewchen u. Beutelipper, schön mal wieder was von Euch zu hören.
@ Blocky, natürlich sind wir ganz nah an der Wahrheit, bei mir in der Wurstbranche laufen schließlich alle Fäden zusammen.
P.S. Manchmal braucht’s halt gar keinen 2 wöchigen Streik damit best. Dinge klar werden. @ Blocky, wo steht eigentlich der Kommentar von @ Lancelot?
Vermisse jetzt eigentlich nur noch den guten, alten, @arminiatreuen, hier auch als arminiatreuer NW-Flüchtling bekannt.
SKOL !!!!

Herzlich gelacht..danke.

Ich kann nicht so viel schreiben, wie der Beutelipper und mich auch nicht so gewählt ausdrücken. Ich schließe meine Rückkehr in die Niederstraße dennoch aus.Ich sitze lieber beim Arabi im Kugelschreiber, oder im Kofferraum. Das ist wesentlich unterhaltsamer,als Volksverblödung bei Rot.Wer das mag soll es praktizieren,ich frage mich immer nur,wie lange der Bäumling das aushält... Nein,zurück zum Thema. Arminia ist sehr speziell und füllt einen komplett aus.Diese Mischung aus Adrenalin und Endorphinen kann kein anderer Verein bieten...da geh ich voll drauf ab.Hut ab vor Ostrowski,Laufer und Co.Schweres Erbe angetreten und irgendwann wird die Mühe belohnt.

Herr MichiMichi,

danke für Ihre Initiative, mit der Sie für eine Generalamnestie für versprengte ehemalige kritische User in Ihner KF werben. Leider müsste ich jedoch ein entsprechendes Angebot ablehnen, da ich (noch) nicht unter einer Generalamnesie leide. Zu krass waren Vorkommnisse in der Vergangenheit, zu sehr müsste ich meine Ideale verraten. Trotzdem würde ich gern die Friedenspfeife mit Ihnen rauchen. Ich bin auch bereit, Ihnen mehr als einen Schritt entgegenzukommen. Große Teile meiner Behauptungen, die bei Ihnen zu der Vorschwörungstheorie-These geführt haben, werde ich nun gern zurücknehmen. Eine große Entschuldigung geht an Pumuckl, der mit viel Herzblut die Belange von Dynamo Dresden vertritt, oder an Pit, den Profi, der sich so viel Mühe gibt, uns Arminen von der Aussichtslosigkeit des Seins zu überzeugen. Sorry auch an DSC_DUDE, lassen wir ihm doch seine Geh-doch- zurück-in- den-Osten- wenn-es- dir-hier -nicht-gefällt- Phantasien. Gruß an Doro aus Tolkmicko in Polen, die sich mit gerade 28 Lenzen so gut rund um Arminia und Bielefeld auskannte, den Arabi-Basher Horst52, Uschi aus Halle, die Quotenfrau, die so gern nach Portugal fährt, an Pöbel-Maximaus, der mit Doro so gern in die Badewanne wollte und nun nicht mehr pöbeln darf, der Ärmste, eigentlich habe ich sie alle ganz lieb gewonnen. Ein bedauerndes Hallo auch an den (groß-)väterliche Freund Hartalm, der uns alle mit seinen mediatorischen Fähigkeiten so begeistert hat. Der dartende Rentner Zickzack und der eigentlich herzensgute Deutsche_Michel mit seinen dezenten orthografischen Problemen (Kopf hoch, es gibt schlimmere) fehlen mir. Es gibt sie also wirklich, mein Misstrauen ist mir inzwischen ganz peinlich. Ein ganz großes Hallo von mir an die Niederstraße. Allerdings frage ich mich, warum diese Freak-Show dieses Bullshit-Bingo gerade bei der NW veranstaltet, das spricht nicht gerade für die Qualität der Zeitu .... Lassen wir das, wir haben ja inzwischen Frieden.

Zum Thema: Ich sprach nicht von einem klaren Bild, sondern ich merkte an, dass sich langsam (verstehen Sie ?) aus dem Arminia-Puzzle ein Bild ergibt. Zweitens hatte ich Sie gebeten, zukünftig aus das Kokettieren mit ergaunerten persönlichen Daten zu verzichten. Danke, es wäre ein nettes Entgegenkommen Ihrerseits. Und nun lassen Sie uns einen Neuanfang wagen für ein friedvolles Nebeneinander.

Michi,Michi,Michi...

Wollen wir doch bei den Tatsachen bleiben. Hier ist WB,d.h. für Dich erstmal Meier Taktik,hinten rein stellen und abwarten.Wenn sich hier Arminen auf höchstem Niveau mitteilen, sollte die Auswärtstruppe den Ball flach halten.Sehr schöne Darstellung von BI 67,Beutelipper sehr souverän und Harry ist näher dran,als er selber glaubt.Stoewchen sende ich eine lieben Gruß in den Pütt.Skol Stoewchen.Es wird endlich geordnet,was geordnet gehort. Lancelot hat hier einen super Kommentar verfasst,den kann man bedenkenlos unterschreiben. Rejek hat Augen geöffnet und allein dafür sollten wir diesem,noch unbekannten Mann dankbar sein.Schütz unterschreibt ebenfalls einen neuen Vertrag. Wenn dann kein Wink mit dem Lattenzaun ist,dann trink ich nur noch Krombacher;)))
V

Immer der Not geschuldet...

Ach, was eine schöne Runde hier ;-)! @Beutelipper, ich versuche mich mal an ein paar Ergänzungen: Wie in der Überschrift betitelt, ist das sog. Finanzgebaren (Lizensierung/Planung) von Arminia seit 8 Jahren "der Not geschuldet". Ich kann mich noch an 2010 erinnern. Damals hieß es wir wären so hoch verschuldet wie der 1. FC Köln, also sehr hoch. Nur mit dem Problem, dass die Geißböcke ein ungleich höheres Einnahmepotenzial haben und daher mittlerweile ein Festgeldkonto haben (was diese Saison allerdings auch nichts nützt - Fehleinschätzungen) Damals konnte man schon erahnen, dass das ein grauenhafter Weg für den DSC wird. Prognose eingetroffen! Nun läuft das Spiel seit 8 Jahren. Die zu erwartenden Ausgaben sind relativ aufgestellt, nun müssen die zu erwartenden Einnahmen ggü. gestellt werden. Fehlt etwas in der Planung, wird an einigen Stellschrauben gedreht (mehr Zuschauer, mehr Fanartikel, etc.), bis die geplanten Einnahmen ausreichend dargestellt werden können. Das ist für die seriöse Geschäftsplanung ein NoGo, für das Lizensierungsverfahren aber evtl. ein "Überlebensfaktor". Eben alles der Not geschuldet und evtl. kann es gut gehen (zus. Einnahmen, siehe Pokal) oder es tauchen Lücken auf (sehenden Auges, man muss immer ins Risiko, die Bedingungen lassen es nicht anders zu). Zudem kommt ein Liquiditätsproblem. Der Fluss der Einnahmen läuft nicht immer gleich mit den Ausgaben, nächstes Problem. Für die letzte Rückrunde hat man daher nicht vorhandenes Geld in die Hand genommen. Jeder hatte gesagt, dass ein Abstieg teurer kommen würde. Und mit 1 Punkt Vorsprung vor 1860 muss man feststellen, es hätte nicht 1 € weniger sein dürfen! Erkenntlich sind die Posten Defizit Zuschauer letzte Saison, Defizit Merchandising letzte und diese Saison, Defizit Sponsoren (auch schon letzte Saison?), Verpflichtung im Winter Brandy, Leihe Yabo (90 T€ Gehalt bei Salzburg), Abfindung Rehm (wahrscheinlich die Hälfte der noch ausstehenden Gehälter + gleiches für die Co´s), Zweites Trainergehalt Kramny. Zudem ein evtl. höheres Gehalt für den Chef, und, es hat noch nie jemand darüber gesprochen: Selbstverständlich wird unser Chef eine Nichtabstiegsprämie erhalten haben. Er hat im März angefangen, das letzte Spiel war im Mai. Diese Prämie dürfte recht hoch gewesen sein. Waren es beim Ernst nicht beim letzten mal 1 Mio.? Und er hat Sie zu Recht erhalten, 1 € weniger Investition und wir hätten evtl. auf dem Tab.-Platz von 1860 gestanden. Insgesamt kann man schon ahnen, dass hohe Minussalden zustande kommen konnten, dass man gezwungen sein kann, Planungen "zu optimieren" und, dass man Ausgaben hat, denen die entsprechenden Einnahmen erst später folgen. Also vieles aus der Not heraus, weil es eventuell nicht anders ging. Und hier kommt nun das Positive ins Spiel: GF Rejek hat das Elend wohl erkannt, hat das ewige "Wieso, das haben wir in den letzten Jahren doch immer so gemacht" beiseite geräumt und eine Idee, einen anderen Plan entwickelt. Und dieser Plan, der zumindest die Lücken abdeckt und die fehlende Liquidität heilt und zudem einen Handlungsspielraum möglich macht, könnte ankommen. Dazu ist Vertrauen unseren Gönnern unabdingbar und das scheint das Konzept ja leisten zu können. Und dieses Vertrauen ist extrem wichtig, da man früher halt nie Vertrauen haben konnte oder es einfach zu oft enttäuscht wurde. Ich bin da unserem jetzigen Führungsteam immer noch dankbar. Herr Laufer und Team waren doch die Ersten, die überhaupt mal Licht in den Zahlendschungel gebracht haben. Und was muss das für ein Disaster gewesen sein. Diese Aufgabe konnte, trotz aller anhaltender Probleme, nur mit Herzblut gelöst werden. Und das ist ja bekanntlich blau ;-)! Ohne diesen Einsatz wären wir schon längst weg. Also kann aus diesen negativen Meldungen der letzten Woche etwas Positives werden. Vielleicht Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht führt das Licht ja zu Block´s Prognose: Aufstieg und Europa ;-)! Und die ganzen Störversuche gehen uns doch sonst wo vorbei. Sollen sie sich doch weiter vollschwurbeln. Bullshit-Bingo scheint ein weit verbreiteter Zeitvernichter zu sein. Nun denn..., Skol ;-)!

Immer noch unklar

Noch längst ergibt sich kein klares Bild von Ausmaß und Ursachen des neuerlichen Aufflackerns der Finanzkrise der Arminia, auch wenn Leute mit Neigung zu Verschwörungstheorien anstatt zu philosophischer Skepsis das meinen. Offenbar gibt es sowohl eine kurzfristige Unterdeckung des Etats als auch eine strukturelle längerfristige Problematik mit Blick auf die Stadiongesellschaft und die Schuldenlast, die auf dem Stadion liegt. Die zirkulierenden Informationen über die Etat-Lücke (2,5 oder doch 5,8 Mio? Der letztere Betrag geht zudem über die kolportierte Lücke im Bereich von Sponsoring- und Merchandising-Erlösen hinaus) sind widersprüchlich. Auch würde sich der kolportierte Rettungsschirm in zweistelliger Mio-Höhe weder ausschließlich noch primär aus dem Zweck der Behebung der kurzfristigen Etat-Unterdeckung erklären lassen. Auf der Basis der vorhandenen Informationen kann man weiterhin kein klares Bild erkennen. Nur Hobby-Informatiker „können“ das. Entsprechend wissen wir auch noch nichts über das Sanierungskonzept von Herrn Rejek. Wir brauchen alle Geduld, wohl bis zur JHV.

Mit Blick auf die Stadionfinanzierung ist weder der Blick nach Regensburg noch nach Kaiserslautern hilfreich. Gerade das ewige Rumreiten auf dem Regensburg-Beispiel, bei einem Herrn mit wurstigen Ansichten zur Kommunalpolitik verbunden, ist abwegig. Bereits betont wurde, dass es sich um eine Multifunktions-Arena handelt, die nicht nur dem Fußball dient. Vor allem aber ist eine grenzwertige kommunale Finanzierung von Profi-Fußball in Regensburg sicher kein Vorbild, insbesondere nicht für Städte mit einer Finanzlage wie Bielefeld. Das Beispiel Kaiserslautern zeigt zudem entgegen der Auffassung eines Herrn, dass einen Traditionsverein so ein Klotz am Bein in die 3. Liga oder tiefer bringen kann.

Ich freue mich auch darüber, dass im WB seriös und authentisch von Lesern kommentiert wird. Unpassend sind daher zuallererst alle Kommentare, die andere Kommentare einfach mal so als unseriös und unauthentisch bezeichnen.

Langsam wird aus dem Arminia-Puzzle ein Bild: nicht die Schulden sind das schlimmste Problem, sondern ein viel zu optimistischer Umgang mit Plandaten. Ich bleibe dabei: 22 Mio. Schulden, auf der anderen Seite das eigene Stadion, sollten keine grundsätzlichen finanziellen Schwierigkeiten in dieser Größenordnung hervorrufen. Andere Vereine müssen ebenfalls Kosten für ein Stadion stemmen, als Finanzierung oder durch Miete. Und, lieber @Stolperharry, hier sollten wir nicht an Jahn Regensburg denken, der eine Schnulli-Bulli-"Miete" an die Stadt überweist, sondern an den 1. FC Kaiserslautern, der 10 Mio. pro Jahr an Miete einplanen muss. Über Jahre hinweg Planungsfehler, ständige Unterdeckung des Etats, ständig von Liquiditätsproblemen getrieben zu sein, das sind Arminias Probleme. Vor diesem Hintergrund denke ich an schlimme Fehlplanungen in der Vergangenheit wie den aufgeblähten 30-Mann-Kader aus der vorletzten Saison. Viel Masse, wenig Klasse. Was wäre nur ohne Pokaleinnahmen passiert ? Die Engpässe wären früher zutage getreten. Und nun wissen wir auch, dass Laufers Erklärungen der Finanznot nur beschwichtigen sollten. Es war kein zweites Trainergehalt oder ein geringfügig verpasster Zuschauerschnitt, der uns Probleme bereitete. Dafür sind die aktuell kolportierten Summen zu groß. Was mich in diesem Zusammenhang richtig ärgert: jahrelang wurde uns vorgegaukelt, es ginge stetig aufwärts. Jedes Jahr wurden die Schulden geringer. Nun wissen wir: alles war ganz anders und Schulden kann man vielleicht eine Zeitlang verstecken, aber nicht um- oder wegbuchen. Trotzdem sollte man sich die Situation vor Augen führen, in der wir vor einigen Jahren steckten. Es wurde mit viel Herzblut auch gut gearbeitet, immerhin befinden wir uns sportlich in gutem Fahrwasser, während wir vor Arabis Amtsantritt vor dem Abgrund standen.

Man kann jedoch auf Dauer keinen Erfolg haben, wenn Voglsammers Fehlpass gegen Düsseldorf bei allen Arminen sofort wieder zu schlimmen Gedanken führt: "Hoffentlich geht hier nicht im Hinterkopf verbuchtes Geld verloren". So sieht es aus. Es gibt nun 3 Wege aus der Misere. Zum ersten der Aachener Weg: eine "saubere" Insolvenz, die Übergabe des Stadions an die Stadt, die der Verkehrssicherungspflicht nachkommt und dem Verein das Stadion für nen Appel und Ei überlässt. Wollen wir sowas ? Nein, zumal die Alemannia gegen eine zweite Insolvenz ankämpfen muss. Man könnte zweitens so weiterwursteln wie bisher, wie es heute in einem Boulevardblatt ausgedrückt wird: "Arminia erbettelt 2,5 Mio. für die Lizenz". Ich denke und hoffe, dass auch hier nicht die Zukunft von Arminia liegen kann und wird. Erstes Anzeichen war die Demission von Meinke und Neuberufung von Rejek. Vielleicht liegt der letzte Puzzlestein der Wahrheit darin, dass dieser die Wirtschaft wachgerüttelt hat ("hätte ich die Ausmaße vorher gesehen, hätte ich meinen Koffer in München gelassen"). Offenbar scheint man Rejek auch zuzutrauen, die Probleme in den Griff zu bekommen und Arminia gut aufzustellen. Ich sehe in einer konzertierten Aktion aller Arminen, im Verein, in der Wirtschaft und als Fans im Umfeld, die allerletzte Chance, den Verein nachhaltig zu konsolidieren. Ich würde mich als langjähriger Arminen freuen, wenn die Kooperation zustandekäme, alles andere würde nur eine Verlängerung des Elends und letztlich das Aus des Vereins bedeuten.

Schlussendlich möchte ich mich beim WB bedanken, dass mein Asylantrag angenommen wurde. Ich muss ja nicht politisch immer einer Meinung mit Ihren Redakteuren sein, aber ich würde mich freuen, wenn sich weiterhin die Kommentare, bis auf wenige externe Störversuche, durch Authentizität und Seriösität auszeichnen würden, als Alternative zum Bullshit-Bingo.

Alles im Griff ?!!

Hallo Arminen und Freunde der Arminia (vor allen die Arminen freundliche Wirtschaft)
Sehe es auf einen guten Weg und bleibe recht ruhig dabei.
Erst immer einen Schritt nach den anderen. ERGO: Erst die Nachlizensierung und danach die fehlenden min. 15 Punkte einspielen um danach in eine bessere Zukunft zu starten.
Bin der Meinung das wir mit Herrn Markus Rejek den richtigen Mann zur richtigen Zeitpunkt haben . Somit hat der Vorstand wohl nicht alles falsch gemacht .

SWB grüße und eine bessere Zukunft

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