Vor vollen Rängen will Arminia heute die Heimbilanz aufhübschen - mit Video Der passende Rahmen

Bielefeld (WB). Auswärts punktet Arminia wie ein Aufstiegs-, zu Hause dagegen wie ein Abstiegskandidat.  Die Hütte voll, das Flutlicht an, der Gegner attraktiv – die Rahmenbedingungen, um die Almbilanz mit einem Heimdreier heute gegen den FC St. Pauli aufzuhübschen, könnten für den DSC kaum besser sein.

Von Dirk Schuster
Es wird (stimmungs-)voll auf der Alm: Gegen den FC St. Pauli rechnet Arminia Freitagabend mit 23.000 Fans.
Es wird (stimmungs-)voll auf der Alm: Gegen den FC St. Pauli rechnet Arminia Freitagabend mit 23.000 Fans. Foto: Thomas F. Starke

Zumal die Bielefelder nach dem jüngsten Sieg in Kaiserslautern viel Schwung mitnehmen in die letzte Heimpartie des Jahres gegen die zuletzt sechs Mal in Folge sieglosen St. Paulianer (18.30 Uhr, Schüco-Arena). »Der Sieg in Lautern hat gut getan, er war wie eine Erlösung«, sagte Jeff Saibene rückblickend über das 2:0 auf dem Betzenberg. Der DSC-Trainer meinte: »Der Erfolg hat uns nach zuvor fünf Partien in Folge ohne Sieg gezeigt: Es geht doch. So etwas kann Kräfte freisetzen.«

In der Zweitliga-Auswärtstabelle belegt Bielefeld Rang vier (14 Punkte), in der Heimtabelle Platz 14 (8 Punkte). Die Anhänger sind bereit, die Mannschaft bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, mit einem Heimerfolg dem Tabellendritten Nürnberg auf den Pelz zu rücken. 21.500 Fans haben sich bisher eine Karte gekauft, darunter 1800 Fans des FC St. Pauli. 

Arminia empfiehlt die frühzeitige Anreise

Schon jetzt steht fest, dass die bisherige Saisonrekordmarke übertroffen wird.  Am zehnten Spieltag gegen Düsseldorf sahen auf der Alm 21.554 Besucher zu, »diesmal erwarten wir 23.000«, sagte Klubsprecher Tim Santen. So voll war die eigene Arena zuletzt am 14. Mai. Beim letzten Heimspiel der Vorsaison gegen Eintracht Braunschweig sahen sogar 24.138 zu.

Damit auch jeder pünktlich seinen Platz einnehmen kann, empfiehlt Arminia eine frühzeitige Anreise. Zum einen, weil sich auf einer der wichtigsten Zufahrtsstraßen, der Voltmannstraße, eine Baustelle befindet. Zum anderen, weil in der Universität eine Absolventenfeier stattfindet. Darum wird – anders als gewohnt – auch nicht die Nutzung des Uniparkplatzes, sondern die des Parkplatzes am Johannisberg empfohlen.

Für Keanu Staudes Pkw ist dagegen ein Platz am Stadion reserviert. Arminias Flügelspieler klagt noch immer über Schmerzen infolge einer Zehenprellung, weshalb er die kurzen Wege zu seinem Tribünenplatz bevorzugen dürfte. Der 20-Jährige steht heute ebensowenig im Kader wie die Angreifer Nils Quaschner (Knie) und Andraz Sporar (Zahn-OP). 

Der Coach wird ganz genau abwägen

Es zeichnet sich ab, dass Saibene exakt die selbe Elf beginnen lassen wird, der er zuletzt auch schon in Lautern sein Vertrauen gegeben hatte. Es wäre das erste Mal, dass der Luxemburger keinerlei Veränderung im Vergleich zur Vorwoche vornähme. »Häufig war ich aufgrund einer Sperre oder einer Verletzung gezwungen, etwas zu verändern.  Das fing schon im ersten Spiel mit der Roten Karte für Nils Teixeira an. Diesmal könnte es tatsächlich passieren, dass dieselbe Elf erneut beginnt«, sagte der 49-Jährige. Wohlgemerkt: könnte.

Der Coach wird ganz genau abwägen, welchen Spielern er den ersten Heimsieg seit mehr als drei Monaten (3. Spieltag, 21. August, 2:0 gegen Bochum) zutraut. Zeit wird’s, denn des Trainers ungeschminktes Urteil lautet: »Unsere Heimbilanz ist ungenügend.«

So könnte Arminia spielen

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