Arminen freuen sich über das 3:2 in Dresden, aber jetzt zählt nur noch Darmstadt »Wir sind immer noch da«

Dresden (WB). Um 17.37 Uhr ist es endlich geschafft: Schiedsrichter Manuel Gräfe aus Berlin pfeift das an Dramatik nicht zu überbietende Abstiegsendspiel zwischen Dynamo Dresden und Arminia Bielefeld ab, die Gäste feiern ihren überlebenswichtigen 3:2-Sieg.

Von Jens Brinkmeier
Freude und Erleichterung bei den DSC-Profis.
Freude und Erleichterung bei den DSC-Profis. Foto: Thomas F. Starke

Doch nur kurz, denn Sportchef Samir Arabi und die anderen Verantwortlichen rufen die Spieler in die Kabine. Schnell in Sicherheit bringen, lautet das Motto. Nachdem die Partie schon kurz vor dem Abbruch gestanden hatte, wollen die Bielefelder sich keine Provokationen nachsagen lassen.

Schließlich haben die Arminen durch ihren verdienten Sieg den Abstieg Dresdens besiegelt und sich selbst die Chance auf den Klassenverbleib über die Relegation gegen Darmstadt gesichert. Eine große Party wollten die Arminen aber generell nicht starten. »Seit vier Wochen geht es für uns in jedem Spiel ums Überleben, aber wir sind immer noch da«, sagt Innenverteidiger Stephan Salger.

Geschäftsführer Marcus Uhlig atmet ganz tief durch. »So groß kann kein Hut sein, den ich vor unserer Mannschaft ziehen möchte. So zurückzukommen, ist unfassbar. Ich bin heute ein sehr sehr glücklicher Arminia-Geschäftsführer. Wir haben das Achtelfinale in Bochum gewonnen, im Viertelfinale gegen Frankfurt einen Punkt geholt und das Halbfinale in Dresden gewonnen. Jetzt kommen unsere beiden Endspiele«, blickt Uhlig aber auch schon auf die Partien gegen Darmstadt voraus.

Auch Trainer Norbert Meier zieht den Hut. »Die Mannschaft hat eine unglaubliche Moral gezeigt, und unser Sieg ist verdient. Ich freue mich, kann mir aber bessere Orte vorstellen, weil ich auch in Dresden gearbeitet habe«, sagt Meier, der von September 2006 bis September 2007 Dynamo-Coach war. Das Spiel sei »an Dramatik nicht zu überbieten gewesen«, so Meier.

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