Unnötige 0:1-Heimpleite gegen Kaiserslautern Arminia muss weiter bangen

Bielefeld (WB). Nichts war’s mit dem nächsten Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt: Arminia Bielefeld hat das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern am Sonntag 0:1 (0:0) verloren. Der ostwestfälische Fußball-Zweitligist muss damit weiter um den Ligaverbleib bangen.

Von Dirk Schuster
Lauterns Jean Zimmer (Mitte) im Zweikampf mit Arminias Francisco Rodriguez.
Lauterns Jean Zimmer (Mitte) im Zweikampf mit Arminias Francisco Rodriguez. Foto: Thomas F. Starke

Fabian Klos und Julian Börner, die beim 4:1-Erfolg in Sandhausen aus gesundheitlichen Gründen gefehlt hatten, kehrten in die Startformation zurück. Klos war es dann auch, der nach einem Zusammenspiel mit Michael Görlitz zur ersten Chance kam.

Doch hinter die Flanke des Flügelspielers bekam Arminias Kapitän bei seinem Kopfball in der fünften Minute einfach nicht genügend Druck. FCK-Torwart Marius Müller hielt die Kugel fest.

Gäste spielten mit Köpfchen

Auch die Gäste spielten mit Köpfchen. Jon Dadi Bödvarsson setzte seinen Versuch allerdings ein paar Zentimeter zu hoch an (7. Minute). Arminia-Schlussmann Wolfgang Hesl musste nicht eingreifen.

Die Partie auf der Alm hatte wenig zu bieten. Beide Teams gingen auf Nummer sicher. Die 18.511 Zuschauer ertrugen es mit bemerkenswertem Langmut. Dabei mussten sie bis zur nächsten Gelegenheit ihres DSC eine Ewigkeit warten. Dann packte Brian Behrendt den Hammer aus, doch Müller wehrte den Ball spektakulär zur Ecke (34.).

Auch der FCK hatte noch die Möglichkeit zur Führung. Doch an die scharfe Hereingabe von Marcel Gaus bekam Hesl vor dem einschussbereiten Bödvarsson noch so eben die Fingerspitzen (40.).

Drang nach vorne

Arminia begann die zweite Hälfte mit mehr Drang nach vorn. Einwurf Florian Dick, Kopfball Manuel Junglas – um ein Haar wäre der Ball im langen Ecke gelandet (46.). Drei Minuten später zögerte Seung-Woo Ryu nach feiner Vorarbeit von Görlitz zu lange mit dem Abschluss.

Der Gastgeber war nun die eindeutig tonangebende Mannschaft und kam durch David Ulm (64.) und Julian Börner (67.) zu guten Gelegenheiten.

Przybylko jubelt nicht

Mit ihrer ersten dicken Chance im zweiten Abschnitt waren dann allerdings die Gäste erfolgreich. Der eingewechselte Kacper Przybylko traf per Kopf am langen Pfosten lauernd zum 1:0 (70.).

Aus Respekt vor seinem Ex-Klub Arminia verzichtete der FCK-Stürmer auf einen ausdrucksstarken Jubel und freute sich lieber nach innen. Und das, obwohl er zuvor seit Ende November ohne Torerfolg gewesen war – eine Ewigkeit für einen Angreifer.

Klos hatte das 1:1 auf dem Fuß, schoss aber vorbei (79.). Przybylko hatte wenig später die Vorentscheidung auf dem Fuß, traf aber den Pfosten (83.).

Sieben Punkte Abstand von Paderborn

Arminias Vorsprung auf den SC Paderborn, der sich an diesem Spieltag auf Relegationsrang 16 verbessert hat, beträgt vier Spieltage vor dem Saisonende sieben Punkte. Am kommenden Sonntag erwarten die Bielefelder Greuther Fürth auf der Alm.

Manuel Junglas, der gegen Lautern seine fünfte Gelbe Karte sah und für ein Spiel gesperrt ist, wird dann nicht mit von der Partie sein.

Bielefeld: Hesl - Dick (75. Voglsammer), Burmeister, Börner, Schuppan - Behrendt, Junglas - Görlitz, Rodriguez (46. Ulm), Ryu (72. Nöthe) - Klos

Kaiserslautern: Müller - Mockenhaupt, Vucur, Ziegler, Gaus - Karl (60. Przybylko), Halfar - Zimmer (54. Piossek), Ring, Jenssen - Bödvarsson (73. Görtler)

Schiedsrichter: Frank Willenborg

Zuschauer: 18.511

Tor: 0:1 Przybylko (70.)

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