Arminia-Coach Meier warnt, aber mit Sieg über Lautern wäre der Klassenerhalt fast perfekt Meier: »Wir sind noch nicht durch«

Bielefeld (WB). Gelingt Arminia Bielefeld endlich die Premiere? Der Zweitligist hat in dieser Saison noch nie zwei Spiele in Folge gewonnen. Sonntag (13.30 Uhr, Alm) soll diese Serie gegen den 1. FC Kaiserslautern gebrochen werden. Die Voraussetzungen könnten kaum besser sein.

Von Jens Brinkmeier
Weiter, immer weiter: DSC-Trainer Norbert Meier sieht keinen Anlass, sich schon zurückzulehnen.
Weiter, immer weiter: DSC-Trainer Norbert Meier sieht keinen Anlass, sich schon zurückzulehnen. Foto: Thomas F. Starke

Beim laut Trainer Norbert Meier » sehr wichtigen Sieg in Sandhausen hat die Mannschaft Selbstvertrauen getankt«. Der Klassenerhalt ist greifbar nah, und auch personell hat sich die Lage deutlich verbessert.

So stehen die in Sandhausen fehlenden Julian Börner, Stephan Salger und Christopher Nöthe wieder zur Verfügung. Auch Kapitän Fabian Klos, vorige Woche als Joker der Torschütze zum 2:1, konnte wieder komplett trainieren und wird in die Startelf zurückkehren.

Wenig Grund für Veränderungen

Ansonsten hat Meier wenig Grund, an seiner Startformation viel zu ändern. »Die Jungs haben das gut gemacht«, stellte der 57-Jährige am Freitag mit Blick auf den Auswärtserfolg in Baden-Württemberg fest. Der Trainer warnte aber zugleich auch vor verfrühter Zufriedenheit.

»Wir wissen, dass wir weiter punkten müssen. Wir sind noch nicht durch«, sagte Meier, der am Freitagabend mit seiner Frau extra so früh Essen ging, dass er um 18.30 Uhr vor dem Fernseher sitzen und die drei ersten Partien des 30. Zweitligaspieltags verfolgen konnte. »Ich gucke mir natürlich die Konkurrenten an. Der entscheidende Faktor ist aber: Beeinflussen können wir nur unser eigenes Spiel und nicht die Spiele der anderen Mannschaften«, stellte der DSC-Coach fest.

Durch das 4:1 in Sandhausen haben die Arminen ihre Situation weiter verbessert. Oder, wie Meier es ausdrückt: »Wir haben gute Möglichkeiten, unsere Ziele zu erreichen.«

18.000 Zuschauer erwartet

18.000 Zuschauer werden am Sonntag erwartet, davon 1200 aus der Pfalz. Die große Mehrheit hofft auf den ersten Heimdreier seit dem 8. Februar (2:1 gegen Duisburg) und den dritten DSC-Erfolg in der Schüco-Arena überhaupt in dieser Saison. »Wir waren zuhause mal eine richtige Macht«, erinnerte Meier am Freitag an bessere Zeiten. Da wollen die Arminen wieder hinkommen.

Neun Punkte könnten sie in dieser Spielzeit noch im eigenen Stadion holen und damit die Ausbeute der ersten 14 Spiele (14 Zähler) deutlich nach oben schrauben. Vielleicht hilft ja der neue Hybridrasen, auf dem die DSC-Profis am Freitag erstmals trainierten.

Zwei Ex-Arminen bei den Roten Teufeln

Kaiserslautern, mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestartet und derzeit nur einen Punkt besser als Arminia, will dies verhindern. Die Roten Teufel werden vermutlich mit zwei Ex-Arminen in der Startelf auflaufen: Daniel Halfar (28, von 2007 bis 2010 beim DSC) ist FCK-Kapitän und unverzichtbarer Bestandteil des Lauterer Mittelfelds.

Kacper Przybylko (23) ist in Bielefeld geboren und bei Arminia zum Profifußballer geworden (2003 bis 2011). Der Stürmer, der in der Rückrunde 2013/14 zurückkehrte, den Abstieg aber auch nicht verhindern konnte, ist mit fünf Treffern bester FCK-Angreifer.

So könnte Arminia spielen

Hesl - Dick, Burmeister, Börner, Schuppan - Behrendt, Junglas - Görlitz, Rodriguez, Ryu - Klos

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.