Ryu beißt ihm in die Wade Kapitän Klos gibt den Kurs vor

Sandhausen (WB/dis). Andreas Voglsammer darf durchaus ein bisschen stolz sein auf seine Leistung bei Arminias Sieg am Samstag in Sandhausen. Dass Bielefeld als Gewinner das Hardtwaldstadion verlassen konnte, hatten die Ostwestfalen aber allen voran Fabian Klos zu verdanken.

Volle Kraft voraus: Armine Fabian Klos.
Volle Kraft voraus: Armine Fabian Klos. Foto: Thomas F. Starke

Denn während Voglsammer besonders wegen seines großen Bemühens gefiel, schuf Klos Fakten. Und zwar mit seinem wichtigen Führungstor zum 2:1 (73.). Erst sechs Minuten zuvor war der Kapitän für Winterzugang Voglsammer eingewechselt worden. Auch wenn bei seinem abgefälschten Schuss etwas Glück dabei war: Kaum hatte der Kapitän den Platz betreten, ließ er den Anhang auch schon spüren: Hier geht noch was!

»Matchwinner sind die Mannschaft und der Verein«

Klos war präsent, machte die Bälle fest, setzte den Gegner unter Druck, ging dahin, wo es wehtut. Die Matchwinner-Rolle lehnte er dennoch ab. »Matchwinner bin nicht ich, Matchwinner sind die Mannschaft und der Verein«, sagte der 28-Jährige und vergaß nicht, Vertreter Voglsammer zu loben, wenngleich Klos’ Kompliment im Hochgefühl des Sieges dann doch ein wenig überschwänglich ausfiel: »Vogi hat überragend gespielt.«

Dass ihm Seung-Woo Ryu beim Torjubel in die Wade biss, nahm Klos mit Humor: »Wenn wir jetzt immer 4:1 gewinnen, kann er das von mir aus jedes Mal machen.«

Klos zunächst draußen

Weil Klos gesundheitlich nicht auf der Höhe war, ließ Meier ihn zunächst draußen. Der Trainer befand: »Vielleicht war es ganz gut, dass mal nicht von Anfang an der ganze Druck auf seinen Schultern lastete.« Klos fand Meiers Entscheidung »vollkommen in Ordnung«, Meier wiederum lobte Voglsammer: »Andreas’ Leistung war sehr ordentlich.«

Gegen Kaiserslautern wird Klos aber in die Startelf zurückkehren. Auch Stephan Salger (muskuläre Probleme), Julian Börner (Prellung) und Christopher Nöthe (bakterielle Infektion), die gegen Sandhausen nur zuschauen konnten, werden dann wohl wieder dabei sein. »Dass wir auch ohne sie in Sandhausen gewonnen haben, ist ein wichtiges Signal für die Mannschaft«, meinte Meier.

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