Arminias Klassenerhaltsrechnung – Standards weiter ungefährlich 11 + 9 = 40

Bielefeld (WB/jen). Elf Spiele, elf Punkte: Arminia Bielefelds Sportchef Samir Arabi findet die Rückrunden-Ausbeute des Fußball-Zweitligisten nicht so schlecht. Nach dem 0:0 gegen Fortuna Düsseldorf erklärte er, warum: »Das ist die gleiche Ausbeute wie in der Hinrunde, nur anders verteilt. Am Ende der Hinrunde hatten wir 20 Punkte, wenn wir jetzt noch mal auf 20 kommen, schaffen wir den Klassenerhalt auf jeden Fall.« 11+9 macht 40, könnte man sagen.

Die Standards missfallen auch Coach Norbert Meier.
Die Standards missfallen auch Coach Norbert Meier. Foto: Starke

Nur gegen Topteam RB Leipzig verlor der DSC in den letzten sechs Partien der ersten Halbserie noch. Der 1. FC Kaiserslautern und der Karlsruher SC wurden besiegt, gegen Sandhausen sowie in Fürth und Berlin gab es Unentschieden. Eine Gewähr für erneute neun Zähler aus diesen Spielen gibt es nicht, wobei 40 Zähler in dieser Saison wohl auch nicht für die Rettung nötig sein werden.

Sebastian Schuppan warnt

Sebastian Schuppan warnte nach dem Düsseldorf-Spiel: »So eine zweite Halbzeit sollten wir uns nicht so oft erlauben.« Viel zu passiv hatten die Arminen den Fortunen das Feld überlassen und sich früh mit einem Punkt begnügt. Mit einem Remis würde der DSC wohl auch am Samstag in Sandhausen leben können. »Auswärts stellen wir uns ja ganz gut an, deshalb bin ich optimistisch, dass wir mit zumindest einem Punkt nach Hause fahren werden«, blickte Schuppan auf die Begegnung im Hardtwaldstadion. In den bisherigen beiden Punktspielen beim SVS gelang dem DSC allerdings noch kein Tor und nur ein Punktgewinn.

Gute Standardsituationen könnten helfen, diese Ausbeute zu verbessern. Doch die große Stärke aus der Vorsaison kommt eine Liga höher überhaupt nicht zum Tragen. Zwei direkte Freistoßtreffer (Florian Dick beim 2:2 in Duisburg, Brian Behrendt beim 2:1 in Paderborn) sowie zwei Elfmetertore von David Ulm (beim 2:0 in Kaiserslautern und beim 2:2 in Bochum) stehen zu Buche. Nach Ecken oder indirekten Freistößen passiert beim DSC gar nichts. »Es gab ein, zwei ganz gute Standards, aber auch viele, die nicht gekommen sind«, sagte Schuppan nach dem Düsseldorf-Spiel. Angesprochen fühlen dürfen sich in erster Linie Dick und Francisco Rodriguez, deren ruhende Bälle fast nie Gefahr brachten.

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