Letztes Heimspiel 2015: Arminia will sich gegen St. Pauli mit Sieg von den Fans verabschieden Feier-Abend auf der Alm?

Bielefeld (WB). Der Heim-Knoten ist geplatzt. Jetzt will Arminia Bielefeld unbedingt den zweiten Zweitligasieg in Folge einfahren. Etwa 20.000 Fans im Stadion und eine sechs- bis siebenstellige Anzahl von TV-Zuschauern werden verfolgen, ob am Montagabend (20.15 Uhr, Sport 1) der zweite Dreier in der Schüco-Arena gefeiert wird.

Von Jens Brinkmeier
Wie gegen Karlsruhe möchten David Ulm, Fabian Klos und Christopher Nöthe (von links) auch heute jubeln.
Wie gegen Karlsruhe möchten David Ulm, Fabian Klos und Christopher Nöthe (von links) auch heute jubeln. Foto: Thomas F. Starke

Gegner des DSC ist der Tabellenvierte FC St. Pauli, der zum Rückrundenstart nach Bielefeld kommt. »Natürlich ist St. Pauli der klare Favorit«, urteilt Armine Christopher Nöthe, der bis zum Sommer noch selbst bei den Hamburgern unter Vertrag stand. Wenngleich die Rollen klar verteilt sind, peilen die Gastgeber einen Dreier an. Gutes Omen: In ihrem bisher letzten Montagsspiel gewannen die Bielefelder am 2. Dezember 2013 mit 2:1 beim FSV Frankfurt. Der 2:1-Sieg in der Vorwoche gegen den Karlsruher SC hat zudem Mut gemacht . Die Leistung stimmte zwar 60 Minuten lang nicht, aber wenigstens das Ergebnis passte.

»Das war schon ein wichtiges Erlebnis, dass du den Fans zuhause mal einen Sieg bieten kannst. Durch die Drittligaerfolge und die Pokalspiele hatten wir eine gewisse Euphorie entfacht. Aber die Ergebnisse zeigen eben auch, dass in der 2. Liga immer noch mehr nötig ist«, lautet die Einschätzung von Arminia-Trainer Norbert Meier nach dem ersten Heimerfolg der Saison. Heute soll direkt der zweite folgen. Nöthe weiß auch, wie das klappen kann: »Wir müssen uns vorne einfach noch mehr zutrauen, denn in der Offensive haben wir Nachholbedarf«, gibt der 27-Jährige offen zu. 14 Tore haben die Arminen in 17 Partien erzielt, dazu kommt ein Eigentor des Berliners Michael Parensen. Das ist wenig, reichte aber dank der starken Defensive (erst 15 Gegentreffer) zu 20 Hinrundenpunkten.

Die Torflaute betrifft auch Fabian Klos. Der unverzichtbare Kapitän arbeitet zwar immer viel für die Mannschaft, auf ein Tor wartet der 28-Jährige aber seit 680 Minuten ( 2. Oktober, 1:1 gegen 1860 München ). In den folgenden sieben Partien gelangen Klos immerhin drei Torvorlagen.

Um seinen Platz in der Startelf muss der Stürmer natürlich trotzdem nicht bangen. Dagegen musste Meier einigen Spielern mitteilen, dass sie heute nicht zum Kader gehören. 25 Feldspieler sind fit, davon können nur 16 in den 18er-Kader für ein Spiel kommen, zwei Plätze gehören den Torhütern Wolfgang Hesl und Daniel Davari. »Namen spielen bei mir keine Rolle. Wir müssen den Kader so besetzen, dass wir immer für alle Eventualitäten gerüstet sind«, erklärt der Trainer die Auswahlkriterien. Nicht dabei sein werden Dennis Mast, Marco Hober, Samir Benamar und Steffen Lang, die am Samstag in der U23 des DSC bei Westfalia Rhynern eingesetzt wurden. Hober erzielte ein Tor, Benamar sah bei der 2:3-Niederlage des DSC-Teams die Rote Karte. Meier hatte am Freitag erklärt, dass die Profis, die in der Oberligamannschaft mitspielen, nicht zum Kader gegen den FC St. Pauli gehören werden. 

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