Die Arminen sehen sich nach der Hinrunde im Soll, trauern aber vergebenen Punkten nach War sogar mehr drin?

Bielefeld (WB). 20 Punkte, Platz zwölf, vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang: Bei Aufsteiger Arminia Bielefeld hätte nach dem mit drei Punkten gekrönten Hinrundenabschluss gegen Karlsruhe große Zufriedenheit herrschen können. Doch so ganz stellte die sich nicht ein.

Von Sebastian Bauer
Der Bielefelder David Ulm, Assistenz-Trainer Uwe Speidel und Chef Trainer Norbert Meier während des Spiels zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem Karlsruher SC.
Der Bielefelder David Ulm, Assistenz-Trainer Uwe Speidel und Chef Trainer Norbert Meier während des Spiels zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem Karlsruher SC. Foto: Thomas F. Starke

Alle Arminen nahmen den ersten Heimsieg der Saison und den ersten Zweitliga-Heimdreier seit dem 8. März 2014 (1:0 gegen Erzgebirge Aue) glücklich und erleichtert zur Kenntnis. Nahezu alle Arminen blickten aber auch zurück auf einen durchwachsenen ersten Saisonteil. »Vor der Saison hätten wir 20 Punkte zur Halbserie gerne genommen. Ich bin aber ein sehr selbstkritischer Mensch. Und ich bin mir sicher, dass für uns mehr Punkte drin gewesen wären. Aber das stimmt mich wenigstens positiv für die Rückrunde«, erläuterte Torjäger Fabian Klos seine Gründe für den leicht zurückhaltenden Rückblick auf die Hinserie.

Tatsächlich hatte der DSC bei einigen seiner elf Unentschieden beste Chancen, mehr als nur einen Punkt mitzunehmen. Etwa beim 2:2 in Duisburg, wo Norbert Meiers Mannschaft bereits 2:0 geführt hatte. Oder in Nürnberg, wo die Arminen dasselbe Schicksal ereilte. Dazu das 1:1 gegen 1860 München, als man dominierte, aber nicht gewinnen konnte. Beim 0:0 gegen Heidenheim, als man dem Sieg am Ende so nah war. »Ein paar mehr Punkte wären sicher möglich gewesen, aber das ist jetzt Vergangenheit. Wir müssen nach vorne schauen«, sagte Siegtorschütze David Ulm.

Und dann noch dieser Heimfluch. Sieben Alm-Spiele ohne Sieg. Von der Drittliga-Festung Schüco-Arena blieb in der 2. Liga nicht viel übrig. »Wenn du so lange in Heimspielen sieglos bleibst, dann kann es zum Punkt kommen, wo sich gewisse Dinge verfestigen. Das hat man unseren Spielern gegen Karlsruhe angemerkt«, stellte Norbert Meier fest. Den Druck, der nahezu lähmte, haben die Arminen nun erst einmal abgelassen. »Wenn du als letzte Mannschaft im deutschen Profifußball endlich dein erstes Heimspiel gewinnst, dann wird es die Seele befreien. Dieser Sieg wird neues Selbstvertrauen hervorrufen«, ist Meier überzeugt. Das wird auch dringend benötigt, denn der Start in die Rückrunde hat es gleich in sich. Nächste Woche Montag (20.15 Uhr) kommt der Tabellendritte FC St. Pauli mit Arminias ehemaligem Trainer Ewald Lienen auf die Alm.

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