Union mit einem Eigentor zum 1:1 – Hornig für erkrankten Börner in Arminias Startelf Glückliches Unentschieden in Berlin

Berlin (WB). Mit einem glücklichen 1:1 (0:1) beim 1. FC Union Berlin hat Arminia Bielefeld die zweite Niederlage in Folge verhindert. Überzeugen konnte der Aufsteiger dabei aber nicht.

Von Sebasian Bauer
Unions Christopher Trimmel (links) im Zweikampf mit Christopher Nöthe.
Unions Christopher Trimmel (links) im Zweikampf mit Christopher Nöthe. Foto: Thomas F. Starke

Dazu musste kurzfristig Julian Börner passen. Arminias zuletzt wie beim 0:1 gegen Leipzig starker Innenverteidiger blieb krank zuhause und hütete das Bett. Manuel Hornig nahm seine Position im Abwehrzentrum ein. Zudem saß Efthimios »Effi« Kompodietas nicht mehr auf der Bank. Der DSC hatte hatte, wie berichtet, am Samstagmorgen die Trennung vom Co-Trainer bekannt gegeben . Als Begründung hieß es in einer Pressemitteilung, dass Kompodietas aufgrund seiner weiteren Aufgaben im Fitness- und Gesundheitsbereich nicht mehr genügend Zeit für Arminia habe. Auf Nachfrage vor dem Spiel teilte DSC-Trainer Norbert Meier zur Trennung von seinem engen Mitarbeiter im TV-Sender Sky vielsagend mit: »Da müssen Sie andere im Verein fragen, nicht mich.«

Fehlende Bindung zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff

Ob diese Personalie auch die DSC-Profis beschäftigte? Die taten sich nämlich sichtlich schwer, ins Spiel zu finden. Offensiv waren lange Bälle nach vorne das einzige praktizierte Mittel. Eine Bindung zwischen Abwehr, Mittelfeld und Angriff war nicht vorhanden. Schöner lief der Ball bei den Berlinern. Allerdings mit viel Aufwand und wenig Lohn: Zweimal mussten sich die Unioner mit einem Aluminiumtreffer, erst durch Shou Bobby Wood (9. Minute), dann durch Damir Kreilach (14.), zufrieden geben.

Die Fans der »Eisernen« hatten trotzdem viel zu feiern. Daran änderten auch auf Aluminium klatschende Bälle und die lausige Kälte bei Schneeregen nichts. Als dann auch der DSC endlich mit einem Schuss von Fabian Klos (28.) im Stadion an der Alten Försterei angekommen war, schlugen die Hausherren endgültig zu. Aus kurzer Distantz schoss Benjamin Kessel den Ball nach einer Ecke zum 1:0 ins Tor (31.).

Im Anschluss zeigten sich die Arminen etwas agiler, aber weiter viel zu ungefährlich, um die Berliner auch nur annhähernd in Bedrängnis zu bringen.

Tor-Geschenk beflügelt nicht

Es gab Handlungsbedarf. Und Norbert Meier handelte. Nach der Pause brachte der Trainer Björn Jopek und Dennis Mast für David Ulm und Sebastian Schuppan. Und obwohl wenig neue spielerische Impulse messbar waren, stand es plötzlich 1:1. Sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff verlängerte Hornig einen Eckball mit dem Kopf ins Zentrum, wo Michael Parensen den Ball ins eigene Tor schoss.

Ein Treffer ohne Nachwirkungen. Denn auch das Tor-Geschenk beflügelte die Ostwestfalen nicht. Union blieb am Drücker und war bei einem Lattentreffer von Stephan Fürstner dicht dran am 2:1 (56.). Anschließend musste DSC-Schlussmann Wolfgang Hesl mit einer Glanzparade bei einem Kessel-Kopfball retten (68.).

Arminias beste herausgespielte Chance vergab Klos nach einer Ecke, als sein Kopfball in den Armen von Union-Torwart Daniel Haas landete (83.). Dominant blieben die Gastgeber, die daraus aber kein Kapital schlagen konnten. Arminia brachte das 1:1 über die Bühne und durfte sich über einen glücklichen Punktgewinn freuen.

Statistik

Berlin: Haas - Trimmel, Leistner, Parensen - Zejnullahu, Fürstner (72. Brandy) - Kessel (72. Puncec),  Thiel (87. Reondo) - Kreilach - Skrzybski , Wood

Bielefeld: Hesl - Dick, Hornig, Salger, Schuppan (46. Jopek) - Behrendt, Schütz - Junglas, Ulm (46. Mast), Nöthe - Klos (90.+1 van der Biezen)

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 20.314

Tore: 1:0 Kessel (31.), 1:1 Parensen (51., Eigentor)

Gelbe Karten: Kessel, Skrzybski / Behrendt (5), Mast

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