Armine Florian Dick kehrt am Freitag erstmals auf den Betzenberg zurück Teuflische Vorfreude

Bielefeld (WB). Florian Dick fiebert dem Spiel seit mehr als einem Jahr entgegen, und Freitagabend ist es endlich soweit: Mit Arminia Bielefeld kehrt Dick zum 1. FC Kaiserslautern zurück.

Von Jens Brinkmeier
Florian Dick (links) hat sechs Jahre für Lautern gespielt. Im März 2014 attackierte er den Arminen Marc Lorenz (jetzt Wiesbaden).
Florian Dick (links) hat sechs Jahre für Lautern gespielt. Im März 2014 attackierte er den Arminen Marc Lorenz (jetzt Wiesbaden). Foto: Thomas F. Starke

Im Sommer 2014 wechselte der Rechtsverteidiger aus der Pfalz zum DSC . »Seit damals bin ich nicht mehr auf dem Betze gewesen. Das wird eine sehr emotionale Rückkehr für mich, natürlich ist das ein ganz besonderes Spiel für mich«, sagt der 30-Jährige. Sechs Jahre war der gebürtige Bruchsaler (Baden-Württemberg) beim FCK am Ball und lief 206 Mal für die Roten Teufel auf, davon 59 Mal in der 1. Bundesliga. Auch die Kapitänsbinde trug Dick dort.

Dick: »Ich freue mich wahnsinnig«

Nach dem auch 2014 verpassten Erstligaaufstieg entschieden sich die Pfälzer für den Umbruch und wollten vermehrt auf jüngere Spieler setzen, Dick nahm das Arminia-Angebot an. Nach einer glanzvollen Spielzeit mit Zweitligaaufstieg und DFB-Pokal-Halbfinale kommt es nun zum Wiedersehen. Als Ende Juni der Spielplan veröffentlicht wurde, schaute Dick zuerst, wann er wieder auf dem Betzenberg würde spielen können. »Ich war froh, dass es schon in der Hinrunde ist, sonst hätte ich noch länger warten müssen«, sagt der Routinier, der schwärmt: »Freitagabend unter Flutlicht auf dem Betze, da ist immer eine besondere Atmosphäre. Ich freue mich wahnsinnig darauf.«

Dienstagabend saß Dick vor dem Fernseher und schaute zu, wie sein Ex-Klub beim VfL Bochum aus dem DFB-Pokal ausschied (0:1). »Der Sieg von Bochum war verdient«, stellte Dick fest. Er geht davon aus, dass Freitag nach drei Pflichtspielpleiten am Stück nicht die beste Stimmung bei den Pfälzern herrschen wird. »Die Spieler werden motiviert und aggressiv sein, aber da müssen wir dagegen halten. Je länger es 0:0 steht, desto unruhiger wird das Publikum. Das sollten wir zu unserem Vorteil nutzen«, erklärt Dick, der einige Kartenanfragen bekam.

Ob in Kaiserslautern dann endlich der zweite Saisonsieg gefeiert werden kann? »Natürlich wurmt uns Spieler die momentane Situation. Wir sind die Ersten, die sich über die ganzen Unentschieden ärgern. Wir sind angefressen, aber trotzig. Jeder muss einfach noch einen Tick mehr bringen«, fordert er. Seine eigenen Leistungen sieht Dick kritisch, speziell seine Ecken und Freistöße: »Es ärgert mich natürlich, dass die Standards nicht so kommen wie gewünscht. So ein Tor würde uns mal guttun.«

Koen van der Biezen 

Dass Koen van der Biezen die Reise in die Pfalz mit antreten kann, ist eher unwahrscheinlich. Der Stürmer hatte sich im Training »sehr wahrscheinlich gezerrt«, wie Trainer Norbert Meier am Mittwoch verriet. Eine MRT-Untersuchung sollte Aufschluss über die Schwere der Verletzung bringen

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