Arminias Stürmer Klos ist wieder in Topform – nun soll ein Sieg in Düsseldorf her – Patrick Ekeng Ekeng kommt nicht Tormaschine auf Touren

Bielefeld (WB). Fabian Klos war, ist und bleibt der Fixpunkt bei Arminia Bielefeld. Im Spiel nach vorne suchen die Kollegen fast immer ihn. Und auch in der Gesamtwahrnehmung des Zweitligisten ist die Rolle des Kapitäns und Torjägers von enormer Bedeutung.

Von Sebastian Bauer
Fabian Klos weiß, wo das Tor steht. Das hat er mit seinen fünf Treffern in den vergangenen vier Spielen bewiesen.
Fabian Klos weiß, wo das Tor steht. Das hat er mit seinen fünf Treffern in den vergangenen vier Spielen bewiesen. Foto: Thomas F. Starke

Weil das so ist, musste man sich zu Saisonbeginn nicht nur um Klos, sondern eben auch um den DSC Sorgen machen. Ausgerechnet Klos, die Tormaschine vom Dienst, stockte in den ersten Wochen  gewaltig. Im Klos-Kosmos unglaubliche sieben Spieltage dauerte es, bis der 27-Jährige endlich einen Treffer bejubeln durfte. Dann platzte der Knoten. Vor dem Spiel am Freitag bei Fortuna Düsseldorf (18.30 Uhr, Esprit-Arena) startete der Kapitän eine starke Serie. Fünfmal ließ es Klos in vier Partien krachen. Alles war wieder gut – oder doch nicht?  »Vieles habe ich zu Beginn der Saison nicht richtig gemacht. Unser Offensivspiel hat sich aber verbessert.  Dennoch sind die vielen Unentschieden eine blöde Situation«, sagt Klos.

Müller kehrt zurück - Ekeng Ekeng kommt nicht

Christian Müller (31) steht vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. »So wie es aussieht, darf ich nächste Woche wieder einsteigen«, sagte der Mittelfeldspieler in einem Vereinsvideo. Mitte September hatte sich Müller bei einem Trainingsunfall ein  Schädel-Hirn-Trauma, einen Trommelfelleinriss, eine Kieferprellung und eine Schulterverletzung zugezogen.

Testspieler Patrick Ekeng Ekeng wird keinen Vertrag beim DSC erhalten. »Er hat einen guten Eindruck hinterlassen.  Eine Verpflichtung ist aktuell aber nicht angedacht«, sagte Trainer Norbert Meier.

Denn die Torserie des Kapitäns hat wenig eingebracht. Fünfmal in Folge spielte der DSC zuletzt remis, ließ gegen Heidenheim, in Nürnberg und gegen 1860 München jeweils zwei Punkte liegen. Das wurmt Klos, der deshalb einen Schlussstrich unter diese Erlebnisse ziehen will: »In die restlichen Spiele dieses Jahres sollten wir als Zwischenfazit  mitnehmen, dass wir vieles richtig gemacht haben. Wir stehen  trotz der vielen Unentschieden nicht schlecht da.«

Klos erhält Unterstützung der Trainer

Das gilt mittlerweile auch für Klos. Er hat sich in die Saison gekämpft und auf die bei Fußballern gerne zitierten Tugenden »harte Arbeit und Ruhe bewahren« verlassen. Dabei haben ihm seine Trainer   entsprechend unter die Arme gegriffen. »Vertrauen ist die halbe Miete. Wir haben ihm, als es nicht lief, vom Trainerteam die nötige Unterstützung zukommen lassen.  Solche Phasen gibt es, das musst du verkraften. Das ist so im Leben eines Torjägers«, weiß Arminias Trainer Norbert Meier. Klos hat es verkraftet und reflektiert: »In den ersten Wochen war zu lesen, dass es  meine schlechteste Phase im Arminia-Trikot ist. Nun ist es zum Glück  anders herum.«

Klos steht mehr im Fokus als jeder andere Armine. Gefühlt färbt jede Schwäche  bei ihm gleich ein wenig auf die Mannschaft ab. Das ist in dieser Saison  nicht das erste mal der Fall. Als der Stürmer in der Zweitligaserie 2013/14 vier Spiele mit einer Gesichtsfraktur fehlte, lief beim DSC gar nichts mehr zusammen. Erst als Klos zurück war, pendelten sich die Leistungen  langsam wieder ein.

Klos sieht DSC auf gutem Niveau

Aktuell sieht Klos den DSC bereits auf einem guten Niveau: »Auch in Düsseldorf sind wir wieder Außenseiter. Aber wir haben zuletzt  bewiesen, dass wir mit der Rolle gut zurecht kommen. Deshalb werden wir auch bei der Fortuna dominant auftreten«, prognostiziert Fabian Klos. Allerdings verlangt der Gegner dem Arminen auch Respekt ab: »Ich habe viele Spiele von Düsseldorf im Fernsehen gesehen. In den meisten Spielen waren sie nicht die schlechtere Mannschaft.«

Trotzdem sind die Rheinländer mit sechs Punkten nur Tabellen-16. Dabei sollte es ganz anders laufen, wie Norbert Meier betont: »Die Ambitionen der beiden Vereine könnten kaum unterschiedlicher sein. Wir wollen uns in der 2. Liga konsolidieren. Fortuna möchte hoch hinaus. Düsseldorf hat den stärksten Kader der Liga.« Der DSC-Coach ist dagegen schon froh, wenn er wegen der vielen Verletzten einen schlagkräftigen 18er-Kader auf die Beine stellen kann. So werden in Düsseldorf neben den Langzeitverletzten auch Manuel Junglas (Fußprellung), Felix Burmeister (muskuläre Probleme) und Peer Kluge (grippaler Infekt) fehlen. Dafür sind Tom Schütz und Stephan Salger wieder dabei.

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