Affane belebt Arminias Offensivspiel – Arabi: »Er hat uns gut getan« Ein Schritt nach vorn

Bielefeld (WB). Nach dem 0:0 gegen Heidenheim wurde er für seine leichtfertig vergebene Großchance in der Schlussphase noch getadelt. Am Dienstag gegen Bochum belebte Amin Affane das Arminia-Spiel derart, dass der DSC gegen den Spitzenreiter noch zum 1:1-Ausgleich kam.

Von Dirk Schuster
Armine Amin Affane (rechts)  hat im Heimspiel gegen Bochum Eigenwerbung betrieben. Hier setzt er sich gegen VfL-Profi Giliano Wijnaldum durch.
Armine Amin Affane (rechts) hat im Heimspiel gegen Bochum Eigenwerbung betrieben. Hier setzt er sich gegen VfL-Profi Giliano Wijnaldum durch. Foto: Thomas F. Starke

Zwar war der Last-Minute-Neuzugang vom VfL Wolfsburg am ersten Alm-Tor dieser Saison durch Fabian Klos (81.) nicht direkt beteiligt. Doch mit seiner quicklebendigen Art hatte der Einwechselspieler dem bis dahin stockenden Bielefelder Offensivspiel jenen Schwung verliehen, dessen es bedurfte, um den VfL in Verlegenheit zu bringen.  »Amin ist auf engem Raum anspielbar, findet  immer Lösungen. Er hat unserem Spiel gut getan«, lobte Samir Arabi. Dass Arminias Sportchef  nur in den seltensten Fällen Einzelkritik – positive wie negative – übt, verleiht seinem Urteil zusätzliches Gewicht.

Affane, der für den  bemühten  aber ineffektiven Michael Görlitz in die Partie kam (61.), hat sich mit der auffälligen Leistung von Dienstag der Startelf angenähert. Ob er schon morgen zum Abschluss der englischen Woche beim Spiel in Nürnberg anfangen darf, ist allerdings fraglich. Trainer Norbert Meier würde sich einem seiner wertvollsten Joker berauben. Nach dem Bochum-Spiel sagte der Coach: »Amin hatte überraschende Szenen. Er hat eine gute Technik. Aber er muss noch zu 100 Prozent bei uns ankommen. Das kommt durch die Spiele.« Eine Aussage, die alles offen lässt.

Affane unterliefen kaum Fehler

Affane unterliefen kaum Fehler. Der 21-Jährige war gut unterwegs und verstand es – anders als noch beim Heidenheim-Spiel – seine Mitspieler einzusetzen. »Anfangs waren wir noch etwas passiv. In der zweiten Halbzeit haben wir mit viel mehr Selbstvertrauen gespielt und viel mehr Chancen kreiert«, sagte der offensive Mittelfeldspieler wohlwissend, dass er an dieser Steigerung nicht ganz unbeteiligt war. »Ein Punkt gegen den Tabellenführer«, ergänzte er, »ist okay. Ich hoffe, dass wir mit der gleichen Moral drei Punkte aus Nürnberg mitnehmen können.«

Während Stürmer Koen van der Biezen (Magen)  in den DSC-Kader zurückkehrt, fällt Verteidiger Stephan Salger (Adduktoren)  für die morgige Partie weiterhin aus.

Die Franken haben mit ihrem  3:0-Erfolg am Dienstag in Kaiserslautern zur Zweitliga-Spitzengruppe aufgeschlossen. Dass sich der Club gestern mit sofortiger Wirkung von Wolfgang Wolf, Leiter der Fußballabteilung, getrennt hat und  die Stelle nicht neu besetzen wird, hängt mit der  Neuordnung  des FCN-Vorstands zusammen.

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