Elfmeter-Ärger bei Arminia – Behrendt: »keine Absicht« »Wo soll er denn hin?«

Bielefeld (WB/dis). So laut war nach dem Spiel das Pfeifkonzert in der Schüco-Arena, dass es kein Wunder wäre, wenn Robert Hartmann noch am Mittwoch die Ohren klingeln würden.

Robert Hartmann zeigt Brian Behrendt die Gelbe Karte.
Robert Hartmann zeigt Brian Behrendt die Gelbe Karte. Foto: Thomas F. Starke

Der Grund für den unfreundlichen  Alm-Abschied lag buchstäblich auf der Hand:  Mit seiner Handelfmeter-Entscheidung in der 27. Minute zog sich der Unparteiische aus Wangen den Unmut des Bielefelder  Publikums zu. Und zudem den Unmut von Norbert Meier. »Diese Entscheidung war mehr als fragwürdig. Ich weiß gar nicht, wo unser Spieler da hin soll«, schimpfte Arminias Trainer und nahm damit gleichzeitig Brian Behrendt in Schutz.

Dem Verteidiger war bei einem Schuss des Bochumers Onur Bulut der Ball unglücklich an den Arm geprallt. Hartmann reichte das für einen Strafstoß. Behrendt sagte: »Ich habe den Ball zwar abbekommen. Aber die Distanz war viel zu kurz, als dass es Absicht gewesen sein könnte.«

»Haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen«

DSC-Torwart Wolfgang Hesl ließ sich von Simon Terodde, dem mit dem verwandelten Elfmeter schon sein sechstes Saisontor gelang,  verladen. Es war die einzige Situation im ganzen Spiel, in der die Bochumer einen Weg  an Hesl vorbei fanden. Arminias neue Nummer eins bot gestern ihre beste Leistung im DSC-Dress. »Dafür bin ich da«, sagte Hesl bescheiden zu seinen Rettungstaten  gegen Janik Haberer (22.), Bulut (62.) und Marco Terrazino (76.).

Wie das Spiel gelaufen wäre, hätte Schiedsrichter Hartmann vom  Strafstoßpfiff  abgesehen, ist hypothetisch. Fakt ist: »Wir haben uns davon nicht aus der Ruhe bringen lassen«, wie Meier feststellte. Arminia agierte auch in der Folge aus einer guten Ordnung heraus und verdiente sich das Unentschieden. Hesl: »Für unsere Moral ist dieser Punkt ganz,  ganz wichtig.« Die drei Remis in Folge gegen die Topteams Heidenheim (0:0), Freiburg (2:2) und Bochum (1:1)  »sollten uns Selbstvertrauen geben für das Spiel am Freitag in Nürnberg«, sagte Arminias Sportchef Samir Arabi. Keeper Hesl meinte: »Jetzt versuchen wir, dort  drei Punkte zu holen. Wir fahren nach Nürnberg, um zu gewinnen.«

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