Arminia-Sportchef Arabi über Paderborns Einkäufe In anderen Sphären

Bielefeld (WB). Unterschiedlicher könnten die Voraussetzungen der beiden OWL-Rivalen vor dem Derby in der 2. Fußball-Bundesliga am Samstag (13 Uhr, Benteler Arena) kaum sein.

Von Dirk Schuster
Derby-Rivalen: Arminia-Sportchef Samir Arabi (rechts) und SCP-Manager Michael Born.
Derby-Rivalen: Arminia-Sportchef Samir Arabi (rechts) und SCP-Manager Michael Born. Foto: Thomas F. Starke

Hier der potente  Erstligaabsteiger SC Paderborn, der Millionen ausgibt, um kurz vor dem Ende der Transferfrist noch seinen Kader zu komplettieren. Dort der klamme Aufsteiger DSC Arminia, der hin- und hergerissen ist, ob er sich das Regionalliga-Schnäppchen Amin Affane noch leisten soll oder nicht.  Die Entscheidung, ob der  21-jährige  Offensivakteur verpflichtet  wird, ist  vertagt. Bis Montag, 31. August, hat der DSC  Zeit, Affane (Vertrag beim VfL Wolfsburg bis Juni 2016) zu binden. Dann schließt das Transferfenster.

Ein Wechsel Affanes zu Arminia dürfte auch davon abhängen, wie sich der DSC im Derby am Samstag beim SCP präsentiert. Verliert Bielefeld, wächst der Handlungsdruck. Gewinnt Bielefeld, entspannt sich die Situation.

In Paderborn gilt es, das  enttäuschende 0:2 gegen Braunschweig wettzumachen.  »So eine Leistung reicht in der 2. Liga nicht.  Wir müssen uns erheblich steigern, wenn wir aus Paderborn etwas mitnehmen wollen«, sagt Arminias Sportchef Samir Arabi.

Arabi lobt SCP-Investitionen

Zumal er dem Nachbarn attestiert, Teile seiner Transfereinnahmen in Höhe von geschätzt insgesamt sechs Millionen Euro zuletzt gut investiert zu haben. »Kevin Stöger ist ein super Spieler«, sagt Arabi über Paderborns bislang letzten Neuzugang: »Aber dass der Verein angeblich eine Million Euro für ihn bezahlt hat, zeigt auch, in welchen Sphären sich die Paderborner bewegen. Das ist eine Ansage. Wir werden deshalb aber sicher nicht in Ehrfurcht erstarren.«

Klar ist: Wer verliert, hängt erst einmal unten fest. Und nimmt einen schweren Rucksack mit in die nächsten zwei Wochen. Arabi: »Dass es besser ist, mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause zu gehen, steht außer Frage.«

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