Die Arminen bemühen sich redlich, dem 2:2 in Duisburg das Positive abzugewinnen »Fußball verrückt«

Bielefeld (WB). Erst 2:0, dann 2:2 – Bielefelds Remis in Duisburg hat sich für viele Arminen wie eine Niederlage angefühlt. Doch Samir Arabi erhebt Einspruch.

Von Dirk Schuster
Harter Aufschlag: Bielefelds  Stürmer Fabian Klos und die Arminen gerieten trotz ihrer 2:0-Führung in Duisburg am Ende noch aus dem Gleichgewicht.
Harter Aufschlag: Bielefelds Stürmer Fabian Klos und die Arminen gerieten trotz ihrer 2:0-Führung in Duisburg am Ende noch aus dem Gleichgewicht. Foto: Thomas F. Starke

»Zum einen hat die Partie gezeigt, dass wir Tore schießen können. Und zum anderen war das über weite Strecken ein richtig gutes Auswärtsspiel von uns«, argumentiert  der Sportchef. Über weite Strecken heißt: bis zum Platzverweis. Denn in Unterzahl offenbarte der DSC im Aufsteigerduell dann, wie fragil sein Gerüst in dieser Frühphase der Zweitligasaison noch ist. Denn dass nach der Gelb-Roten Karte gegen Verteidiger Brian Behrendt alles in sich zusammenfiel, war angesichts der bis dahin reifen Leistung der Bielefelder um so erstaunlicher. Trainer Norbert Meier spricht  mit etwas Abstand zu den Ereignissen von den »Unwägbarkeiten in diesem Sport. Das war Fußball verrückt und zeigt: Man darf sich nie sicher fühlen.«

Nicht sicher zwar, zumindest aber ein wenig sicherer hätten sich die Bielefelder fühlen können, wäre ihnen während ihrer starken ersten Halbzeit auch noch ein dritter Treffer gelungen. Christian Müller hatte die Gelegenheit, Sebastian Schuppan ebenfalls. »Das einzige, was wir uns ankreiden müssen, ist die Chancenverwertung«, moniert  Arabi: »Wir müssen trotz der Enttäuschung ein gutes Gefühl mit in das nächste Spiel nehmen.«

Nächster Gegner steht unter Druck

In drei Tagen schon (Freitag, 18.30 Uhr, Schüco-Arena) gastiert Eintracht Braunschweig in Bielefeld. Die Niedersachsen haben erst einen Punkt auf dem Konto und stehen schon gehörig unter Druck. Nach der zweiten Niederlage im zweiten Heimspiel am Samstag gegen Leipzig (0:2) fand Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht deutliche Worte: »Ich erwarte von meinen Spielern auch individuell, dass sie nach dem Gegentor mehr Kampfgeist, Willen und die richtige Körpersprache zeigen.«

Wer in Bielefelds Abwehrzentrale  gegen Braunschweig zum Einsatz kommt, muss die Trainingswoche zeigen. Gestern hatten die Arminen frei, das Auslaufen ließ Meier noch am Sonntag im Duisburger Stadion durchführen. Wenn Julian Börner (Kapselverletzung im Sprunggelenk), der an der Wedau fehlte, den Belastungen standhält, ist er erste Wahl. Andernfalls dürfte wohl Felix Burmeister ran. Börner-Vertreter Behrendt, dem Meier bis zum Platzverweis eine »absolut souveräne, gute Leistung« attestierte, ist keine Option. Er ist für ein Spiel gesperrt.

Für die Flutlichtpartie gegen  die Eintracht  waren bis gestern mehr als 15 000 Karten – 1800 davon an Gästefans  – abgesetzt worden. Der Stehplatzbereich ist ausverkauft

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