Keine Vorfälle auf der Fahrt zum Stadion Hertha-Bus sicher eingetroffen

Bielefeld (WB/dpa). Der Mannschaftsbus des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC Berlin ist in der Bielefelder Schüco-Arena ohne Probleme eingetroffen. Nachdem ein unbekannter Motorradfahrer auf den Mannschaftsbus von Hertha BSC geschossen hatte, hat die Polizei das Fahrzeug vom Hotel zum Stadion begleitet.

Der Mannschaftsbus von Hertha BSC Berlin ist mit Polizei-Schutz unterwegs.
Der Mannschaftsbus von Hertha BSC Berlin ist mit Polizei-Schutz unterwegs. Foto: Oliver Schwabe

Indes bestätigte der Autohersteller Daimler, dass die Busse mit dem gesetzlich vorgegebenen Verbundsicherheitsglas ausgestattet sind. Dieses Glas sei mit speziellen Folien beschichtet, das nicht splittert, sondern nur Risse bildet, sagte eine Unternehmernssprecherin.

Die Bus-Sparte von Daimler liefert an Hertha BSC und unter anderem auch an den Deutschen Fußball-Bund für die Nationalmannschaften sowie den 1. FC Köln. Über den Preis macht Mercedes-Benz keine Angaben, da die Busse zum Teil über eine zusätzliche Sonderausstattung verfügen.

Dass der Vorfall in Bielefeld kein Einzelfall ist, zeigen einige Beispiele:

TOGOS NATIONALELF: Assistenztrainer, Pressesprecher und Fahrer kommen ums Leben, als Rebellen im Januar 2010 den Bus der Fußball-Nationalelf von Togo unter Beschuss nehmen. Acht Menschen werden verletzt. Das Team war auf dem Weg zum Afrika Cup in Angola.

FENERBAHCE ISTANBUL: Nach einem Auswärtssieg über Caykur Rizespor beschießen Unbekannte den Mannschaftsbus des türkischen Erstligisten im April 2015 auf dem Weg zum Flughafen. Der Fahrer wird verletzt.

FC TWENTE: Von einer Autobahnbrücke bewerfen Vermummte den Bus des niederländischen Erstligisten im April 2010 mit Gehwegplatten. Scheiben werden beschädigt, aber die Spieler kommen mit dem Schrecken davon. Der FC war auf dem Weg zu einem Punktspiel bei AZ Alkmaar.

SCHALKE 04: Vor dem Bundesliga-Derby gegen Borussia Dortmund schlagen Randalierer im April 2012 nachts am Teamhotel die Frontscheibe des Mannschaftsbusses ein.

FC ST. PAULI: Fans von Dynamo Dresden bombardieren den Bus der Hamburger nach einer Zweitliga-Begegnung im April 2014 mit Flaschen
und Steinen. Scheiben gehen zu Bruch, die Spieler müssen in einen Ersatzbus umsteigen.

HELLAS VERONA: Fans des AS Rom greifen den Bus des italienischen Erstligisten nach einem Spiel im September 2013 mit Steinen an. Der Bus wird schwer beschädigt, die Spieler müssen in Rom übernachten.

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