Steffen Lang (21) und Samir Benamar (22) sind zwei neue Talente im Kader von Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld Der nächste Schritt führt zum DSC

Lienz (WB). Steffen Lang (21) und Samir Benamar (22) sind zwei neue Talente im Kader von Zweitligaaufsteiger Arminia Bielefeld. Rechtsverteidiger Lang wechselte vom VfB Stuttgart II zum DSC, Linksfuß Benamar vom Regionalligisten TuS Koblenz.

Von Jens Brinkmeier
Samir Benamar und Steffen Lang.
Samir Benamar und Steffen Lang. Foto: Thomas F. Starke

Beide wollen auf ihre Chancen warten und diese dann nutzen. »Nach sieben Jahren beim VfB war es Zeit für etwas Neues«, sagt Lang, der trotz seiner Jugend bereits auf 105 Drittligaspiele kommt. Er wolle den nächsten Schritt machen, sich weiterentwickeln und so viele Spiele wie möglich absolvieren. Dafür müsste er an Routinier Florian Dick vorbei. »Er hat so viel Erfahrung, da kann ich mir einiges abschauen«, hofft Lang, der sich neben dem Fußball noch ein zweites Standbein aufbaut: »Ich mache ein Fernstudium in Wirtschaftswissenschften.«

Samir Benamar wurde in Marokko geboren und kam mit neun Jahren nach Deutschland. Mit seiner Familie lebte er in Frankfurt am Main und durchlief dort zwei Vereine, ehe er eine Auszeit nahm und in der A-Jugend der SpVgg Oberrad 05 wieder anfing. Dort wurde er aber schnell in die erste Mannschaft (Landesliga) hochgezogen. Nach eineinhalb Jahren wechselte er in die zweite Mannschaft des FSV Frankfurt, die nach einem Jahr aufgelöst wurde. Weiter ging es zur TuS Koblenz und nach einem Jahr dort zum DSC.

»Das ist natürlich ein Riesenschritt für mich. Ich will die Zeit genießen, Gas geben und mich in jedem Training anbieten. Dann hoffe ich, dass ich auch meine Einsätze bekomme«, sagt Benamar, der sich als Familienmensch bezeichnet und viel Freizeit damit verbringt, mit seinen Eltern und seinen Geschwistern zu telefonieren.

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Talente sind wertvolles Kapital

Es ist ein gutes Vorzeichen, wenn ein Verein wie der DSC jungen, talentierten Spielern Chancen bietet, sich langsam an die Profis anzunähern um als erklärtes Ziel ein Mitglied im Kader zu werden.
So weit, so gut.
Arminia hat im Laufe der Jahre immer wieder hoffnungsvolle Talente hervorgebracht [ Meinka etc. ], die eines miteinander gemein hatten: Sie erhielten keine Chance. In der dritten Liga hätte Krämer die risikoarme Möglichkeit gehabt, immer wieder einmal einen Nachwuchsspieler zu bringen.
Er hat es nicht getan.
Und NM?
Er hat es ungleich schwerer, als Aufsteiger Einsätze von Talenten zu wagen. Das es auch anders geht, hat der SC Freiburg eindrucksvoll bewiesen. Das der Verein dennoch abgestiegen ist, hat andere Gründe.

Auch die Identifikation der Fans wird durch local player erheblich gesteigert.
Ich wünsche mir sehr, dass NM den Mut und den Willen besitzt, dem einen oder anderen Nachwuchsspieler
dann Chancen auf Einsätze zu geben, wenn sich die Mannschaft - hoffentlich - in den sicheren Bereich der Tabelle gespielt hat.

Rein ökonomisch lohnt sich das Risiko auf jeden Fall. Für gutes Geld verkaufte Eigengewächse würden dazu beitragen, den immensen Schuldenberg am langen Ende abzubauen.

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