Arminia hat noch keines von fünf Drittligaspielen gegen den alten Rivalen gewonnen Endet der Münster-Fluch?

Bielefeld (WB). Die Bilanz ist schrecklich, aber die Heimstärke macht Mut: Samstag (14 Uhr/Alm, WDR live) will Arminia Bielefeld im sechsten Anlauf endlich den ersten Drittligasieg gegen Erzrivale Preußen Münster schaffen.

Von Jens Brinkmeier
Im Hinspiel liefen Armine Florian Dick und seine Mitspieler den Preußen um Mehmet Kara (links) oft hinterher. Münster siegte 3:1.
Im Hinspiel liefen Armine Florian Dick und seine Mitspieler den Preußen um Mehmet Kara (links) oft hinterher. Münster siegte 3:1. Foto: Thomas F. Starke

0:0, 2:2, 0:4, 1:1, 1:3 – so lauten aus DSC-Sicht die Ergebnisse der bisherigen fünf Drittligapartien der Spielzeiten 2011/12, 2012/13 und aus dem Hinspiel. Beim 1:3 am 19. Oktober 2014 hatten die Arminen in Münster zur Pause 1:0 geführt. Nach einem Handelfmeter zum 1:1 kippte das Spiel aber.

»Mir war gar nicht bewusst, dass wir noch ohne Ligasieg gegen Münster sind. Das ist natürlich unschön, und wir werden versuchen, das am Samstag zu ändern. Dass wir in der Lage sind, die Preußen zu schlagen, haben wir im Westfalenpokal bereits gezeigt«, sagt Arminias Sportchef Samir Arabi. Im Verbandspokal-Endspiel im Juli 2012 gelang den Bielefeldern ein 2:0-Erfolg – im eigenen Stadion. Dort gab es in den drei Punktspielen immerhin keine Niederlage gegen Münster.

Die Heimstärke dieser Spielzeit gibt den Gastgebern für das letzte Derby der Saison Selbstvertrauen. Seit dem 9. August (1:2 gegen Osnabrück) sind die Arminen auf der Alm in Liga, DFB- und Westfalenpokal inzwischen 20 Mal in Folge unbesiegt, 19 Spiele wurden gewonnen. »Die Mannschaft ist in der Lage, in den Heimspielen sehr gute Leistungen abzurufen. Auch Samstag muss es wieder kämpferisch, läuferisch und fußballerisch passen«, sagt Arabi.

Auswärtsbilanz kann nicht mithalten

Dass die Auswärtsbilanz da nicht mithalten kann, ist für den Sportchef vor allem in den Englischen Wochen begründet. Nach den DFB-Pokalpartien gegen Hertha BSC, Werder Bremen und jüngst Borussia Mönchengladbach gab es ein Unentschieden (1:1 in Dortmund) und zwei der insgesamt sechs Niederlagen (0:1 in Kiel, 0:2 vorigen Samstag in Dresden). Der 2:4-Pleite in Rostock war ebenso eine Englische Woche (Nachholspiel in Unterhaching, 3:1) vorausgegangen wie dem 0:2 beim VfB Stuttgart II (Westfalenpokal in Kaan-Marienborn, 2:0). Nur vor den Niederlagen bei Fortuna Köln (0:3 zum Rückrundenauftakt) und eben in Münster waren die Bielefelder ausgeruht.

Diese und die kommende Woche muss Arminia nur jeweils samstags ran. »Das wird den Spielern gut tun. Außerdem waren die zwei freien Tage hilfreich, die Köpfe frei zu bekommen«, ist Arabi sicher. Samstag beginnt der Endspurt, es sind nur noch sechs Spiele. Den Arminen (62 Punkte) könnten drei Siege in den drei Heimspielen zum Aufstieg reichen. Schließlich spielen die direkten Konkurrenten noch mehrfach gegeneinander.

Zum Wechsel von Stürmer Pascal Testroet zu Dynamo Dresden sagt Arabi: »Paco wird sich bis zum Ende voll für Arminia reinhängen. Und wir werden zur neuen Saison einen neuen Stürmer dazuholen.«

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