Teures Sicherheitspersonal im Verbandspokal: Arminia und Kaan-Marienborn einigen sich Kompromiss im Kostenstreit

Bielefeld (WB). Im Streit um die Sicherheitskosten für das Verbandspokal-Viertelfinale am Mittwoch vergangener Woche in Siegen haben sich der 1. FC Kaan-Marienborn und Arminia Bielefeld geeinigt.

Von Dirk Schuster
Im Siegener Leimbachstadion standen sich Kaan-Marienborn und Arminia gegenüber. Der Drittligist wurde von erheblich weniger Anhängern begleitet, als er zuvor angekündigt hatte.
Im Siegener Leimbachstadion standen sich Kaan-Marienborn und Arminia gegenüber. Der Drittligist wurde von erheblich weniger Anhängern begleitet, als er zuvor angekündigt hatte. Foto: Thomas F. Starke

Das Ergebnis: Der DSC verzichtet auf seinen Anteil an den Spieleinnahmen in Höhe von rund 2750 Euro. »Dadurch können die unnötigen Mehrkosten für Sicherheit angemessen kompensiert werden«, sagte Manfred Leipold, Vorsitzender des Sechstligisten. 

Die Vorgeschichte: Kaan-Marienborn hatte Arminia einige Tage nach der Partie schriftlich aufgefordert, sich an den Sicherheitskosten zu beteiligen. Der Grund: Der Drittligist hatte im Vorfeld der Begegnung erheblich mehr mitreisende Fans aus Bielefeld angekündigt, als tatsächlich gekommen sind. Kaan-Marienborn musste auf Empfehlung der Polizei die Partie deshalb vom eigenen Sportgelände ins Siegener Leimbachstadion verlegen, was zu einem erheblichen Mehraufwand in puncto Sicherheitskosten führte. Leipold sprach gegenüber dieser Zeitung von rund 4000 Euro allein für professionelle Ordner. 

800 Zuschauer sahen das Spiel in Siegen, was Leipold zufolge eine Einnahme von rund 6500 Euro bedeutete. Abzüglich Schiedsrichtergebühr und Verbandsabgaben seien 5500 Euro übriggeblieben. Die Hälfte davon geht gemäß der Statuten an den Gegner. »Für uns ist das Spiel ein Zuschussgeschäft«, klagte deshalb der Funktionär und sagte: »Wenn Arminia uns nicht die Hälfte der Sicherheitskosten abnimmt, bleiben wir auf 3000 bis 4000 Euro sitzen.«  

DSC-Geschäftsführer Marcus Uhlig hatte daraufhin geäußert, die Forderung entbehre jeder Grundlage. Dem Kontrahenten warf er gar schlechten Stil vor – gleichwohl hatte Uhlig auch Dialogbereitschaft signalisiert. In einem »positiven und konstruktiven Gespräch« seien Leipold zufolge nun »Missverständnisse aufgeklärt und ausgeräumt« worden. Das Geld wird den Westfalenligisten über die 0:2-Niederlage nach Verlängerung gewiss ein wenig hinwegtrösten. 

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