Kaan-Coach Nehrbauer kritisiert Arminia-Trainer Meier »Das ist nicht sportlich«

Bielefeld (WB). Die nächste Runde ist erreicht. Werbung in eigener Sache konnte Arminia Bielefeld beim Westfalenpokal-Viertelfinale am Mittwochabend in Siegen aber nicht machen. Zum einen, weil die Leistung des Drittligisten gegen den Sechstligisten dürftig war. Zum anderen, weil Arminia-Coach Norbert Meier seinen Gegenüber Thorsten Nehrbauer brüskierte.

Von Dirk Schuster
Norbert Meier muss sich nach seinem Verhalten Kritik gefallen lassen.
Norbert Meier muss sich nach seinem Verhalten Kritik gefallen lassen. Foto: Thomas F. Starke

»Zum Thema Arminia Bielefeld und meinem Trainerkollegen kann ich nur so viel sagen, dass ich auch lange Zeit Profi war und ich dieses Verhalten einfach nicht kenne. Ich bin erschrocken wie sich Arminia Bielefeld hier präsentiert hat und ich finde es nicht sportlich, dass mein Kollege hier zur Pressekonferenz nicht erschienen ist«, wird Nehrbauer auf der Homepage des 1. FC Kaan-Marienborn zitiert. Der 37 Jahre alte Bonner lief für Düsseldorf, Mainz, Hannover und Saarbrücken insgesamt 132 Mal in der 2. Liga auf. Auch bei Arminia stand Nehrbauer unter Vertrag. Einen Einsatz verzeichnete er während seiner sechs Monate im Jahr 1999 beim DSC aber nicht.

Sportlich kratze der Drittliga-Tabellenführer vor den 800 Zuschauern im Siegener Leimbachstadion gerade noch die Kurve. Koen van der Biezen und David Ulm trafen in der Verlängerung zum 2:0-Erfolg, der den Bielefeldern im Halbfinale ein OWL-Derby beim Regionalligisten SC Verl beschert. »Wir sind weitergekommen, nichts anderes zählt«, sagte Samir Arabi. Der DSC-Sportchef verschwieg allerdings auch nicht, dass Arminia »mehr in die Waagschale hätte werfen müssen«. Arabi kritisierte: »Wir hätten galliger sein müssen und hatten manchmal nicht genügend Überzeugung in unseren Aktionen, um die Partie früher zu entscheiden.«

Fast ausnahmslos Spieler aus der zweiten Reihe

Arminia war fast ausnahmslos mit Spielern aus der zweiten Reihe angetreten. Empfehlen konnte sich für einen Einsatz im nächsten Punktspiel am Sonntag, 14 Uhr, beim VfB Stuttgart II niemand. Einzige Ausnahme: Manuel Hornig. Der Innenverteidiger gab nach einjähriger Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses sein Comeback. »Manuel hat eine gute Körpersprache gezeigt. Er hat sich nicht geschont. Seine Leistung hat mich gefreut«, sagte Arabi.

Zur Startelf in Siegen hatte auch Marco Hober gezählt. Gestern gab der DSC bekannt, dass der 19-jährige Linksfuß einen bis 2017 gültigen Profivertrag unterzeichnet hat. »Für mich als gebürtigen Bielefelder ist es etwas Besonderes, für Arminia spielen zu dürfen. Ich freue mich auf die kommenden Jahre«, erklärte Hober.

Ob Bielefeld am Sonntag in Stuttgart auf Julian Börner und Jonas Strifler zurückgreifen kann, ist fraglich. Beide sind angeschlagen. Dafür ist Torjäger Fabian Klos nach auskurierter Oberschenkelverletzung wieder fit.

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