Starker 3:1-Sieg gegen den Bundesligisten - DSC steht im Viertelfinale Arminia wirft Bremen aus dem DFB-Pokal

Bielefeld (WB). Arminia Bielefeld hat die nächste Sensation im DFB-Pokal geschafft. Am Mittwochabend warf der Drittligist Bundesligist Werder Bremen mit einem 3:1 (1:0)-Sieg aus dem DFB-Pokal und steht im Viertelfinale. Die nächste Runde wird am 7. oder 8. April ausgetragen.

Von Sebastian Bauer
Tom Schütz (rechts) legt vor und Manuel Junglas staubt zum 1:0 ab.
Tom Schütz (rechts) legt vor und Manuel Junglas staubt zum 1:0 ab. Foto: Thomas F. Starke

Nach dem 4:1 gegen Zweitligist SV Sandhausen in der ersten Runde und dem 4:2 nach Elfmeterschießen gegen Bundesligist Hertha BSC Berlin in der zweiten Runde hat der DSC damit bereits den dritten höherklassigen Klub aus dem Wettbewerb geworfen.

Und ein besonderes Spiel erforderte besondere Maßnahmen. DSC-Trainer Norbert Meier stellte personell und taktisch um. Für David Ulm und Christoph Hemlein rückten Christian Müller und Julian Börner in die Startelf. Das System änderte der 56-Jährige vom 4-2-3-1 auf ein 4-3-3.

Nach einer schicken Choreo der DSC-Fans mit viel Glitzer war der Glanz bei den Bielefeldern schnell wieder verflogen. Bremen gab den Alleinunterhalter auf der Alm. Santiago Garcia (7. Minute), Finn Bartels (12.) und wieder Garcia (21.) machten das Spiel und die Arminen kamen kaum hinterher. Eine erste vorsichtige Annäherung an das Tor des Erstligisten gelang Fabian Klos. Arminias Top-Torjäger setzte sich auf der linken Seite durch. Seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Werder-Keeper Koen Casteels aber entschärfen (24.).

Junglas lässt die Alm beben

Es war die Vorstufe zum Beben, das die Alm kurz darauf mächtig wackeln ließ. Nach einer sehenswerten Kombination landete der Ball bei Tom Schütz. Der Mittelfeldspieler legte quer und Manuel Junglas staubte zur Führung ab (32.). Mehr und mehr hatten die Bielefelder das Spiel in den Griff bekommen. »Wir machen uns nicht in die Hose«, hatte Linksverteidiger Sebastian Schuppan vor der Partie angekündigt. Er und seine Kollegen wurden diesen klaren Worten nach einer guten halben Stunde auch gerecht.

Arminia blieb mutig - und gefährlich. Zweimal verpasste Börner nach Freistößen von Florian Dick das 2:0 (47., 51.). Kurz darauf bebte es wieder im Bielefelder Westen. Ecke Dick, Müller lässt passieren, Schuppan trifft - 2:0 für den DSC (57.).

Der Bundesligist war nun angeschlagen, die Zielstrebigkeit irgendwo zwischen 1:0 und 2:0 auf der Strecke geblieben. Und als Werder endlich wieder zu einer guten Kopfballchance durch Davie Sellke kam, war DSC-Schlussmann Aelxander Schwolow mit einer starken Parade zur Stelle (71.). Machtlos war der Keeper dann beim Anschlusstreffer durch Clemens Fritz, der aus 13 Metern und mit viel Wucht in die linke Ecke traf (76.).

Aber die Arminen schlugen zurück. David Ulm leitete einen Konter ein und wurde im Strafraum umgelegt. Schiedsrichter Bastian Dankert entschied aber auf Vorteil, so dass Junglas, bei dem der Ball landete, sein zweites Tor des Abends erzielen konnte (84.). Kurz vor Schluss sah Clemens Fritz wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte (89.).

Statistik

Bielefeld: Schwolow - Dick, Börner, Salger, Schuppan - Junglas, Burmeister (88. Hemlein), Schütz - Müller (70. Ulm), Klos, Mast (90. Lorenz)

Bremen: Casteels - Gebre Selassie, Prödl, Vestergaard, Garcia (52. Sternberg)  - Kroos - Fritz, Junuzovic (64. Öztunali)  - Bartels - di Santo, Selke (73. Hajrovic)

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

Zuschauer: 26.137 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Junglas (32.), 2:0 Schuppan (57.), 2:1 Fritz (76.), 3:1 Junglas (84.)

Gelbe Karten: Börner / Garcia, Bartels

Gelb-Rote Karte: - / Fritz (89., wiederholtes Foulspiel)

Kommentare

Mensch sei doch froh, dass der Platz so schlecht war, sonst hättet ihr noch drei Tore mehr reingekriegt.
Schade das es keinen Pokal für die schlechtesten Verlierer gibt. Da hätte ihr echt gute Chancen. Mit Fritz und Bartels dazu noch die Heulsuse Kroos .

Arminia: lernt spielen, statt den Platz umzupflügen

Zugegeben: Ich bin Werder-Fan - also kann Niederlagen verkraften. Aber was Meier (vor allem mit dem Platz) angestellt hat, um dieses Spiel zu gewinnen, ist nicht korrekt.

Darum: Die Mehreinnahmen seien Bielefeld gegönnt. Und dann hoffe ich, dass Arminia gegen die Bayern (oder einen anderen Bundesligisten) auf einem normalen Platz 10:0 untergeht.

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