Arminia am Mittwoch in Osnabrück – Sieg über Duisburg macht Mut Meier will weiterjubeln

Bielefeld (WB). So schön der 4:2-Sieg gegen den MSV Duisburg und die Rückeroberung der Tabellenführung am Sonntag waren, für ausgiebige Freude haben die Profis von Arminia Bielefeld keine Zeit.

Von Jens Brinkmeier
So ausgelassen wie beim 4:2 gegen Duisburg sieht man Arminias Trainer Norbert Meier selten. Geht es in Osnabrück so weiter?
So ausgelassen wie beim 4:2 gegen Duisburg sieht man Arminias Trainer Norbert Meier selten. Geht es in Osnabrück so weiter? Foto: Thomas F. Starke

Schon Mittwochabend (19 Uhr) steht Spiel zwei dieser Englischen Woche auf dem Programm des Fußball-Drittligisten. Die Reise geht zum VfL Osnabrück. DSC-Trainer Norbert Meier lobte sein Team am Sonntag für seine Verhältnisse zwar über den grünen Klee, blickte dann aber auch schnell wieder voraus. »Ich bin ja normalerweise nicht überschwänglich, was Komplimente angeht«, hatte Meier nach dem 4:2 nach 0:2-Rückstand gesagt und seiner Mannschaft ein »Riesenkompliment« ausgesprochen: Nach der Pause sei die Leistung »beeindruckend« gewesen. »Aber jetzt müssen wir den Fokus schon wieder auf das nächste Spiel lenken«, forderte der Coach.

Viel trainiert wird in dieser Woche nicht. Morgen steigt das Duell in Osnabrück, Freitag geht es mit dem Bus nach Stuttgart, wo am Samstag der Abschluss der Englischen Woche bei den Stuttgarter Kickers ansteht. »Ich denke, das 4:2 setzt zusätzliche Kräfte frei«, sagte Meier. Gestern stand Regeneration auf dem Programm. »Das ist das A und O. Wir wollen noch sechs Punkte in dieser Woche holen«, kündigte Mittelfeldspieler Tom Schütz mutig an. »Wir haben der Konkurrenz gezeigt, dass wir da sind. Die Mannschaft ist intakt, wir sind auch nach dem 0:2 nicht in Panik verfallen«, lobte Schütz. Und Arminia hatte Fabian Klos. Den Elfmeter zum 1:2 herausgeholt (David Ulm verwandelte) und dann per Hattrick für den Sieg gesorgt – »Fabian war sensationell«, so Schütz.

Walpurgis lobt Arminia und Klos

Osnabrücks Trainer Maik Walpurgis hatte sich unter die mehr als 18 000 Besucher auf der Alm gemischt und erklärte gegenüber der »Neuen Osnabrücker Zeitung«: »Insbesondere in der zweiten Halbzeit hat die Arminia ein starkes Spiel gemacht.« Von Klos, mit 15 Treffern nach 24 Partien allein führend in der Torjägerliste der 3. Liga, zeigte sich auch Walpurgis angetan. »Wahnsinn, was der aus den Flanken macht«, urteilte der VfL-Coach nach den drei Kopfballtreffern des Arminia-Stürmers. Doch eingeschüchtert gab sich Walpurgis nicht. Die Stärken des Gegners seien auch schon Ende Januar bekannt gewesen. Da wurde das Spiel abgesagt, weil der Platz im Osnabrücker Stadion nicht bespielbar war. Morgen sollte alles glatt laufen, und Walpurgis kündigte trotz der am Sonntag starken Arminia an: »Wir werden nicht Spalier stehen.«

Arminias Innenverteidiger Stephan Salger erklärte nach dem Duisburg-Spiel: »In der zweiten Halbzeit war das der Fußball, den wir spielen wollen. So müssen wir auch in Osnabrück auftreten.« Salger, der in der Saison 2011/2012 insgesamt 37 Spiele für den VfL bestritt, bevor er nach Bielefeld wechselte, wird morgen wohl wie gegen Duisburg gemeinsam mit Felix Burmeister die Innenverteidigung bilden. Julian Börner hatte gegen den MSV wegen anhaltender Adduktorenprobleme gefehlt und wurde auch gestern behandelt. Mittelfeldspieler Daniel Brinkmann lag noch immer wegen einer Virusinfektion flach.

Für Fabian Klos ist die Aufstellung nicht entscheidend. »Wir müssen in jedes Spiel mit der Einstellung gehen, die wir gegen Duisburg in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, auch bei Rückschlägen. Treten wir Woche für Woche so auf, dann werden wir bis zum Schluss oben mitspielen«, sagte der DSC-Kapitän.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.