Arminias neuer Stürmer van der Biezen spricht über den Konkurrenzkampf mit Klos - mit Video-Interview »Wir sind keine Gegenspieler«

Belek (WB). Das Klischee vom lockeren Holländer — Koen van der Biezen passt ganz gut hinein. »Sag einfach du, das ist einfacher«, meint Arminia Bielefelds Winter-Neuzugang zur Begrüßung. Vor seinem ersten Gespräch mit den Bielefelder Medien telefoniert der 29-Jährige noch schnell mit Zuhause. »Ich muss jetzt Schluss machen, ich habe einen Interviewtermin«, sagt er zum Abschied und legt auf.

Von Dirk Schuster
Gegen Mönchengladbach erstmals im Arminia Trikot: Koen van der Biezen (rechts) im Zweikampf mit dem ehemaligen Bielefelder Thorben Marx.
Gegen Mönchengladbach erstmals im Arminia Trikot: Koen van der Biezen (rechts) im Zweikampf mit dem ehemaligen Bielefelder Thorben Marx. Foto: Thomas F. Starke

Für van der Biezen soll Arminia nicht bloß eine Durchgangsstation sein. Der Fußballprofi hat einen Kontrakt über zweieinhalb Jahre bis Juni 2017 unterschrieben. »In Karlsruhe wäre im Sommer Schluss gewesen«, sagt er. Und weil klar war, dass der Zweitligist, für den van der Biezen in der Hinrunde nur 260 Minuten spielen durfte, kaum noch mal mit ihm verlängert hätte, »musste ich mich umgucken«. Optionen habe es einige gegeben, sowohl aus der 3. als auch aus der 2. Liga. Was gab dann den Ausschlag für Bielefeld? »Arminia ist ein Traditionsverein mit guten Fans, der nicht in die 3. Liga gehört. Und es liegt in der Nähe zu Holland. Ich fahre natürlich nicht jeden Tag dort hin. Aber es ist schon schön, ab und zu seine Familie und Freunde zu treffen und dass die Kinder Oma und Opa sehen können.«

15 Tore erzielte van der Biezen in seiner ersten Saison für den damaligen Drittligisten, nach dem Aufstieg kamen in der Folgesaison weitere acht dazu. Doch dann wurde aus dem Stammspieler ein Bankdrücker. Dass ihm auch bei Arminia die Reservistenrolle drohen könnte, muss van der Biezen angesichts des bevorzugten Arminia-Systems mit nur einer Spitze und der starken Konkurrenz in Person von Fabian Klos (schon zwölf Saisontore) bewusst sein. Doch der Neuzugang sagt: »Konkurrenz gibt es überall. Wenn der Konkurrenzkampf fair ist, ist das kein Problem. Wenn er besser ist, sollte er spielen. Wenn ich besser bin, sollte ich spielen. Aber ich glaube, wir könnten auch beide zusammenspielen.« Und dann betont van der Biezen noch: »Wir sind auch keine Gegenspieler, sondern Mitspieler.« 

Den ausführlichen Bericht lesen Sie in der Montagausgabe des WESTFALEN-BLATTS.

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