Nach Dresden-Randale im vergangenen Jahr Bisher 21 Urteile

Bielefeld (WB/hz). Ein Jahr nach den Ausschreitungen Dresdener Hooligans am Nikolaustag 2013 vor dem Zweitligaspiel zwischen Arminia und Dynamo Dresden wird weiter wegen der brutalen Übergriffe auf Polizisten ermittelt.

Dresdner Fans zündeteten vor dem Spiel ihres Vereins gegen den DSC im Dezember vergangenen Jahres Pyrotechnik am Hauptbahnhof.
Dresdner Fans zündeteten vor dem Spiel ihres Vereins gegen den DSC im Dezember vergangenen Jahres Pyrotechnik am Hauptbahnhof. Foto: Thomas F. Starke

Bei verschiedenen Staatsanwaltschaften würden noch vier Strafverfahren geführt, sagte Bundespolizeisprecher Wolfgang Amberge. Zum Jahrestag der von vermummten Dresdener Hooligans verursachten Gewaltorgie in Bielefeld, bei dem durch Schläge, Tritte, Flaschenwürfe, Stiche und Pyrotechnik 17 Polizisten, ein Polizeipferd und 45 Zuschauer verletzt wurden, zog die Polizei Bilanz. Inzwischen seien vom Amtsgericht Bielefeld 21 Gewalttäter zu Geldstrafen zwischen 300 und 2700 Euro rechtskräftig verurteilt worden.

Ein Hooligan habe eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt auf drei Jahre zur Bewährung, erhalten, erklärte Polizeisprecher Amberge. Auch dieses Urteil sei rechtskräftig.

Insgesamt seien 31 Ermittlungsverfahren gegen identifizierte Täter eingeleitet worden. Die Vorwürfe lauteten auf Landfriedensbruch, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, Beleidigung und verbotene Vermummung. Außerdem seien gegen Gewalttäter bundesweite Stadionverbote verhängt worden. Davon allein 14 in den ersten drei Quartalen dieses Jahres.

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